VOODOMA - GOTLAND


Label:PRIDE & JOY
Jahr:2017
Running Time:38:13
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Seit dem 2014er-Opus “Secret Circle” und dem kurzen Stelldichein bei Echozone, gehören die Düsseldorfer Voodoma, zu den Top-Acts des Goth Rock Genre. Volle Punktzahl gab es für das damalige Review, ohne Wenn und Aber! Keine Ahnung warum gerade ein Label wie Echozone so wenig daraus gemacht hat. Während ich der Meinung war, das beste Werk der Band bereits in den Händen gehalten zu haben. Ließen die Jungs sich beim Labelwechsel zu Pride & Joy richtig Zeit und zeigen ihrer Fangemeinde wo wirklich der Hammer hängt. Kaum zu glauben, dass sie den Vorgänger noch locker toppen. Zu dumm, dass ich keine elf oder zwölf Punkte verteilen darf. Aber das ist das Album, mit dem mysteriösem Titel, dem atemberaubenden Artwork und den insgesamt zehn musikalischen Perlen, mehr als wert. Faszinierend auch die Symbiose zwischen den Metal-Riffs und den Vocals. Mehr als gelungen, wie man dem Track „Ghostlight“ immer wieder entnehmen kann. Lief dieser Beitrag bereits gefühlte drölftausend Mal in meinem Player. Eine Steigerung trotz Wechsel im Line-Up ist nicht einfach (Drummer Marc Lüppken und Basser Tommy Bremke haben abgedankt), geschweige denn so nahtlos und problemlos. Einen Mega-Applaus muss ich derweil in Richtung Sänger Michael Thionville aussprechen. Er hat unheimlich viel Herzblut und Emotionen in die Vocal-Parts befördert und absolut begabt setzt er seine Akzente in den Liedern. Das hat jede Menge Übung gekostet. Da bin ich mir sicher.

Und dann hat man den fetten Sound auch noch selbst produziert. Hell yessss! Gastmusiker dürfen ebenfalls ein Teil dieses Werks sein. Maike Flüshöh (Merlin´s Legacy) liefert den zweiten Teil im powervollen Duetts „Arise“ und Olli Bölke (Seelensturm) veredelt stimmlich „Way Of The Damned“. Bernemann Kost (Sodom) spielt die Lead-Gitarre auf „Shadow“, während der alte Bass-Klampfer Tommy auf „Arise“, „Ghostlight“ und „Love Is Falling“, zu hören ist. Die restlichen Bass-Parts kommen von Pierre Liffers und zudem gehört Kesselflicker Wolle Haitz fest zum Team. Das offiziell dritte Labelalbum fällt damit, völlig zu Recht, in die Kategorie: „make it or break it Album“. Natürlich als Top-Gewinner! Obschon die Jungs bereits seit fast fünfzehn Jahren aktiv sind und regelmäßig eigene Scheiben auf den Markt warfen. Selbst da lohnt es sich auf jeden Fall den Backkatalog aufzuarbeiten. Falls ihr noch nicht alles der Band im Schrank stehen habt. Das einzige was ich zu meckern hätte, wäre das mir das Album zu kurz ist, haha. Zwei Songs mehr wäre dufte gewesen. Ihr wollt dunkle Romantik und trotzdem eine volle Schippe Metal von den Gitarren? Ihr wollt düstere Vocals und zerbrechliche Female-Stimmen. Voodoma ist die facettenreiche Antwort. Diese Boys vom Rhein vereinbaren das Erbe großer Namen der verschiedensten Genre in sich und transportieren es in die nächste Dekade. I love it!!!

 

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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