DOUBLE CRUSH SYNDROME - DIE FOR ROCK N´ ROLL


Label:ARISING EMPIRE
Jahr:2017
Running Time:34:09
Kategorie:
 
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Double Crush Syndrome, das sind Shouter und Gitarrist Andy Brings (ex-Sodom, ex-Traceelords) sowie Basser Slick Prolidol und Schlagzeuger Julian Fischer. Seit 2013 treibt der Dreier sein Unwesen und hat sich als Support von so namhaften Acts wie J.B.O., Sebastian Bach, Doro, Loudness, W.A.S.P. europaweit einen Namen als unglaublich geile und sich den Arsch abspielende Live-Band gemacht, die ihren Fans nicht nur ihr Verständnis von Rock 'n' Punk vorspielt, sondern sie in auch in ihre Shows integriert, so quasi Mitmachmetal zum Anfassen. Ganz abgesehen davon weiß Andy, den man an sich bei jedem wichtigeren Rock- und Metalgig im Ruhrpott antrifft, genau, was die Frauen wollen. So fliegen da auch mal ein paar Schlüpfer auf die Bühne. Den Rest will ich eigentlich gar nicht wissen :-). Fragt man Mr. Brings nach seinen persönlichen Faves, tauchen da neben der Baywatch-Nixe Pamela Anderson Bands wie Ramones, Kiss, Skid Row, Motörhead und Mötley Crüe auf. Nach eigenen Kenntnissen würde ich mit Sicherheit auch noch so Combos wie Whitesnake, Loudness und Imperial State Electric hinzufügen, womit der Mix auf dem gerade veröffentlichten Debüt allen Hörern klar sein dürfte. Im Grunde genommen geht es Double Crush Syndrome nämlich genau darum. Raus auf die Bühne, hin zu den Fans, Spaß haben und riffen und zocken, was einem so gerade in den Sinn kommt. "Gimme Everything" und "Die For Rock 'n` Roll" sind so typische Rock 'n`Punk-Fetzer, oder eben umgekehrt, riffig, rotzig und einfach Fresse auf. Da kann man sich über einfachste Phrasen wie "I want love, money, sex / I hate war, religion and my ex / Gimme everything I deserve / Fuck Yeah" oder "We die, we die, we die for Rock 'n' Roll / Tonight, tonight we gonna loose control" mokieren / aufregen oder einfach stehen lassen, weil das im Pott absolut jeder versteht und um mehr geht es hier auch gar nicht. "She's A Pistol" rifft, rockt und hat daneben noch eine tolle, verspielte Mitmachnote. "On Top Of Mount Whateverest", allein der Titel ist Verarsche pur, macht so ein bisschen auf Heavy Rock der Achtziger-Jahre, erinnert an Bon Jovi, Gotthard & Co. und ist, wie sagt Andy so schön, etwas mit Synthiecandy veredelt. "Yeah! Pain" ist die absolute Livegranate und geht mit seinem straighten Rockgefühl direkt in die Beine, gefolgt vom poppig-rockigen "I Wanna Be Your Monkey" und ganz ehrlich, ich finde den Titel ziemlich cool. Machen wir uns nicht alle andauernd zum Affen? Und wenn man da so den Riffs lauscht, da kommt mir sofort der Spruch von Nicke Anderson (Imperial State Electric, The Hellacopters, ex-Entombed) in den Sinn, der da auf seine geile Riffs angesprochen, nur grinsend erwiederte, "It`s only for the show and just fun". Nach dem ruhigeren "Slow Suicide" mit "lalala" dann ordentlicher Arschtrittrock mit galoppierenden Fellen und Sechssaitern und Sleaze-Shouts bei "Can`t You Be Like Everyone Else" und auch auf "Blood On My Shirt" voll Laune machende Gitarren und alles so ein bisschen thrashig aber nicht böse. Zum Abschluss der regulären Edition nochmal so eine ganz clever arrangierte Abrissbirne mit dunklen, gegrölten Shouts mit aber auch 70er-Jahre-Classic Rock. Auf den erweiterten CD- und LP-Editionen sind jeweilig noch drei weitere Songs drauf gepackt. Bei "Die For Rock 'n' Roll" handelt es sich übrigens nur im erweiterten Sinne um ein Debüt, so einige Nummern schon auf "The You Filter" veröffentlicht wurden. Böse Zungen würden behaupten: abgedroschene Lyrics und Rock mit null Innovation…aber es funktioniert!

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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