BURIED SIDE - HEADING TO THE LIGHT


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2016
Running Time:35:49
Kategorie: Eigenproduktion
 
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Mit einem orientalischen Akustikintro und hallenden Pianoklängen beginnt diese CD der Schweizer Buried Side, die hier ihr Debüt-Album vorlegen. Was erst noch harmonisch klingt, artet dann aber im Chaos aus. Was ist das? Technical Death Metal irgendwie, aber irgendwie auch nicht. Wahnsinnig schnell und brutal gehen die Jungs zu Werke. Wenn sie diese wahnsinnig schnellen Riffs mit arschtighter Doublebass persönlich eingespielt haben, fresse ich einen Besen. So etwas kann man eigentlich nur mit diversen Maschinen gerade rücken. Gerade hat man sich an ein Riff im Stil von Meshuggah oder Whitechapel so halbwegs gewöhnt, da wird man schon wieder aus der Trance gerissen. Breaks und seltsame, plötzlich auftauchende, unpassende Keyboads werden eingefügt. Der Gesang ist mal gegrowlt, mal schrill geschrien, dass die Fensterscheiben platzen müssten. Spielfluss oder Ohrwürmer gibt es keine. Vergleiche zu anderen Bands auch nicht. Buried Side wollen zwanghaft komplett neue Musik erfinden und dabei modern sein, schaffen dies aber nur bedingt. Die Musik ist uneingängig und plastisch. Zwar klingt alles fett, aber es ballert nicht. Das getriggerte Schlagzeug nervt. Hier werden Metalheads nur über eine halbe Stunde genervt. Ich glaube nicht einmal, dass sich Metalcore-, Deathcore- oder Technical Death Metal-Fans für das hier ernsthaft begeistern können. Ist das Kunst oder kann das weg? Man weiß es nicht... Probiert es aus, wenn ihr mutig seid. Sehr nervenaufreibend und anstrengend...

Note: 3 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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