SNAKEBITE - PRINCESS OF PAIN


Label:MANIAC ATTACK
Jahr:2015
Running Time:41:31
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Der Prophet im eigenen Lande zählt nichts! Aber nicht bei mir. Snakebite ist eine junge, vierköpfige Truppe aus dem Ruhrgebiet, die irgendwie an mir vorbeigeschossen ist und das obwohl im letzten Jahr dieses herrliche Opus erschienen ist. Erst kürzlich im Vorprogramm von Bonfire im Turock zu Essen, konnten die Jungs mich völlig überraschend (wußte gar nicht, dass sie dabei sind), aus den Socken hauen. Derart Spielfreude und Party auf den Brettern ist hierzulande knapp geworden. Gleich bei den ersten Takten des Albumopeners „Road To Nowhere“ weiß man, wo die musikalische Reise hingeht. Hier glitzern die Refrains mit Glam und Sleaze der guten alten Machart. Da standen Acts wie Pretty Boy Floyd, Wildstreet und etliche mehr Pate. Na ja, zu viel darf man an Innovation oder Überflieger nicht erwarten, aber solides Handwerk und absolut coole Chöre die, die Mitgrölanimation mehr als fördern. „We Rise“, ausgerechnet der letzte Song des Albums, ist dafür wie geschaffen. Bekanntestes Mitglied dürfte übrigens Drummer Julian Fischer sein, der die Sticks auch bei Double Crush Syndrome schwingt. Abgesehen von einer EP aus dem Jahr 2012 ist dies nun das Debütwerk und das hat es in sich. Nur auf die üblichen Texte über Sex, Drugs und Rock ´n´ Roll muss man etwas verzichten. Diesbezüglich muss man die Jungs durchaus ernst nehmen…genauso wie ihre Musik. Nur das Coverartwork…na ja. Der Rock ´n´ Roll wird auf „Princess Of Pain“ nicht neu erfunden, aber das Oldschool-Material gut in Szene gesetzt. Snakebite machen das, worüber andere Bands in dieser Region nur quatschen. Love it!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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