ILIUM - SCYTHE BALLET


Label:ARKEYN STEEL
Jahr:2026
Running Time:42:09
Kategorie: Neuerscheinung
 

Die Power Metal Band Ilium aus Newcastle (New South Wales, Australien) wurde 2002 gegründet. Davor war sie für vier Jahre unter dem Namen „Iliad“ bekannt. Die erste EP erschien mit dem neuen Bandnamen als Titel im Gründungsjahr. Das Debütalbum „Sirens of the Styx“ folgte ein Jahr später. Inzwischen wurden insgesamt neun Studio-Releases und vier EPs veröffentlicht. Das aktuelle Werk „Scythe Ballet“ wurde im August als CD veröffentlicht. Im September folgte die digitale Veröffentlichung via Bandcamp. Mit den beiden Gitarristen Jason Hodges und Adam Smith sind noch zwei der Gründungsmitglieder in der Mannschaft. „Infant Clairvoyants“ wird von Anfang an von harten und schnellen Axt-Riffs dominiert. Gemeinsam mit dem Schlagzeug peitschen diese Sänger Giles Lavery an. Dass wir bei zwei erfahrenen Six-Stringern ein starkes Twin-Gitarren-Solo hören, versteht sich von selbst. Nach kurzem ruhigem Vorspiel strotzt auch „Blood Embers“ nur so von unbändiger Energie.

Der Titelsong „Scythe Ballet“ wird von einem Klampfen-Stakkato eingeleitet. Dann knallen erneut die Riffs, während das Drumkit ein wenig hektisch klingt. Die Hymne „Confessions Of A Former God“ walzt majestätisch daher. Hier bestimmen ganz klar schöne Melodiebögen. Der Refrain animiert zum Mitsingen. Das ist einer der Höhepunkte des Silberlings. Aber schon beim rhythmischen „Extinction Point“ wird die Schlagzahl wieder erhöht. Und ein weiteres Gitarren-Solo krönt den Beitrag. „Byzantium“ ist die nächste große Metal-Hymne. Der Wechsel zwischen Hymnen und geradlinigen Power Metal geht auch mit „Jovian Storm“ weiter. Hier liefert Adam Smith ein kurzes Keyboard-Solo ab, bevor er erneut gemeinsam mit Jason Hodges seine Finger über die Gitarrensaiten flitzen lässt. Dabei werden die beiden von Schlagzeuger Tim Yatras angetrieben. Während Sänger Giles Lavery häufig in höheren Tonbereiche wechselt.

Klassischen Power Metal hören wir dann bei „Lexicon“. Nach ruhigem, fast balladeskem Einstieg ist „Morality Virus“ die nächste Hymne. Mit schönen Saiten-Melodien und gelegentlichen „Ohohoh“-Chants. Auch die Schlussnummer „The Prophet King“ ist eine starke Hymne. Ein letztes Mal gibt es neben dem Gitarren- wieder ein Keyboard-Solo. Die Musiker von Ilium sind ein eingespieltes Team mit jahrelanger Erfahrung. Das hört man bei allen Tunes. „Scythe Ballet“ ist ein hervorragendes Power Metal-Album – druckvoll, abwechslungsreich und melodisch. Und die Erkenntnis, aus Down Under kommt nicht nur schmutziger Hard- und Blues Rock à la AC /DC, Airbourne oder Rose Tattoo. Nein, auch hochklassiger Power Metal. Und das bereits seit einigen Jahrzehnten.

Note: 9.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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