SONS OF CULT - REVENGE


Label:BLACK NIGHT PRODUCTIONS
Jahr:2026
Running Time:38:09
Kategorie: Neuerscheinung
 

Gegründet wurden Sons Of Cult im Jahr 2020 auf der Balearen-Insel Mallorca. In dieser Zeit gab es so einige Umbesetzungen. Inzwischen sind drei der vier Mitglieder auch bei der Doom Metal Band Golgotha beschäftigt. Als letzte stieß Sängerin María J. Lladó im Jahr 2025 zur Formation. Zuvor standen männliche Sänger am Mikrofon. Im Jahr 2023 erschien das Debütalbum „Back To The Beginning“. Zwei EPs folgten, wobei die Anfang 2026 erschienene EP „Live From Groove“ einen Mitschnitt einer Show aus Bilbao (Portugal) beinhaltet. Mit „Revenge“ folgt im September der zweite Lomgplayer der Mallorquiner „Steel Miles“ mit klassischem riffgetriebenem Heavy Metal. Die Stimme von Maria J. Lladó habe ich bereits bei der Doom Metal Band Golgotha zu schätzen gelernt. Und sie passt auch hier perfekt. Hört man bei „Our Heroes Never Die“ Zitate von Iron Maiden oder Saxon?

Zumindest werden die Twin-Gitarren hier perfekt in Szene gesetzt. Und rockiger als der Opener ist der Song auch. Vielleicht sind sogar die genannten Acts mit den unsterblichen Heroen gemeint? In dieselbe Richtung entwickelt sich ebenso „United“. Auch das mitreißende „Never Too Late“ wird vom Einsatz beider Axt-Player geprägt, mit einem starken Mitsing-Refrain. Selbstverständlich dürfen bei den Tracks die großartigen Klampfenen-Soli nicht fehlen. Und diese werden bei „Chasing The Dream“ äußerst filigran zelebriert. Schlagzeuger Jordi Segura sorgt für den richtigen Rhythmus und dass seine Mitstreiter angespornt werden.

„We Are Not Alone“ könnte fast aus den großen Zeiten des New Wave of Britisch Heavy Metal stammen. „Hate Me“ ist die besinnliche Ballade des Werks mit großartigen Six-Strings und einer Shouterin, die sich von ihrer gefühlvollen Seite zeigt. Sechsdreiviertel Minuten, die einfach nur zum Träumen anregen – der längste, aber wohl auch der beste Beitrag des Releases. Und dann gibt es noch einmal New Wave Of British Heavy Metal, mit dem Schlusssong „Paranoia“. „Revenge“ ist ein wahres Metal-Brett. Alle Tunes versprühen das Metal-Feeling der 70er und 80er Jahre. Erfreulicherweise machen die Musiker nie Anstalten den Sound modern glattzubügeln. Roh und ungefiltert knallen die Songs aus den Boxen.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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