NOVERIA - BECOMING AFTER

| Label: | SCARLET |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 55:25 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Die Progressive Power Metal Band Noveria aus der italienischen Hauptstadt Rom ist bereits seit 2013 auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Im Pressetext findet sich die Zusatz-Info „Cinematic“ zur Beschreibung des Sounds. Vier Alben wurden bisher veröffentlicht. Mit drei Neuzugängen in diesem Jahr erscheint nun im August das fünfte Werk „Becoming After“. Zwei namhafte Gastmusiker sind auf dem Release zu hören: Pianist Mike Moran (Freddie Mercury, Ozzy Osbourne) auf „Through Your Light“ und Keyboarder Mistheria (Bruce Dickinson, Vivaldi Metal Project) auf „Cold Flames“. Nach einigen Vocals-Spielereien entwickelt sich „The Only Way“ zu einem energiegeladenen Song. Neben eingängigen Melodien sind auch einige anspruchsvollere Passagen zu hören. Dahingegen klingt „Convicted To Rise“ düsterer. Die Synthesizer-Streicher im Hintergrund sind omnipräsent. Beim Tempo werden keine Abstriche gemacht. Keyboard-Orchestrierungen dominieren auch „Echoes From The Abyss“. Shouter Francesco Marino wird von Schlagzeug und schnellen Riffs angetrieben. Trotzdem kommt der Gesang sauber rüber.
Nach einigen Sound-Spielereien knallt es bei „Cold Flames“ so richtig. Drummer Paolo Conte werden Höchstleistungen abverlangt. Damit pusht er seine Mitstreiter ebenfalls voran. Trotz der vielen Orchestrierungen ist „The Viper´s Nest“ zunächst einer der härtesten Tracks. Aber dann wird es ruhig und düster. Satter, druckvoller Klang dominiert bei „Infinite Horizons“. Ein grandioses Klampfen-Solo ist das i-Tüpfelchen. „Through Your Light“ ist eine epische Power-Ballade, die erst gegen Ende durch ein Six-String-Solo etwas beschleunigt wird. Nach der Ballade folgt mit „Heavenfall“ eine Metal-Hymne, mit balladeskem Anteil. Nach diesen beiden ruhigeren Tunes geht es mit „Radiance“ zurück in Hochgeschwindigkeits-Bereiche. Allerdings nicht durchgängig. Auch hier geht es stellenweise ruhiger zur Sache.
Der Titelsong „Becoming After“ ist ein instrumentales episches Outro. Angereichert mit hohen Vokalisen. Zum Glück für mich, liegt der Fokus bei „Becoming After“ weniger auf Progressiv dafür mehr auf cineastischem Power Metal. Und das tut dem Sound gut. Natürlich ist der progressive Einschlag zu vernehmen und sorgt damit für sehr viel Abwechslung. Ein wenig zu stark drängen sich die Keyboard-Orchestrierungen in den Vordergrund. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































