AZAGHAL - NEKROHELIOS


Label:IMMORTAL FROST
Jahr:2026
Running Time:43:17
Kategorie: Neuerscheinung
Import
 

Zwischen 1998 und 2000 brachte ich mit meiner damaligen Symphonic Black Metal-Band Temple Of Tiphareth zwei Demos und ein Live-Tape raus, und durch das Verschicken und Tauschen mit Underground-Vertrieben gelangte ich in die Tapetrading-Szene. Es kam vor, dass wir auch auf einigen Tape-Samplern landeten. In Italien kamen wir sogar auf eine richtig gepresste CD, was für uns völlig surreal war! Dieser Sampler vom Label Ordo Obscuri Domini enthielt auch „Black Terror Metal“ von Azaghal, damals einem noch unveröffentlichten Demotrack der Band. Heute ist die finnische Horde längst in der Szene etabliert. Vierzehn Studio-Alben und unzählige (Split-) EPs machen es dem geneigten Sammler nicht gerade einfach! Am Stil hat sich nie sonderlich etwas verändert, dennoch zündete „Nekrohelios“ von Anfang an wieder mehr als ihre letzten Alben.

Hier passt einfach alles zusammen. Es gibt den bekannten ursprünglichen skandinavischen Black Metal der Zweiten Welle auf die Omme. Rasende Riffs, schnelles Schlagzeug, nur sehr dezente, frostige Melodien und heiserer Kreischgesang dominieren das Album. Nicht, dass dies an sich etwas Besonderes wäre, aber Azaghal kommen mit einer Leichtigkeit daher, die schon faszinierend ist. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen sie stur ihren Weg, klingen frisch und unverbraucht und hinterlassen dabei immer einen bleibenden Eindruck. Dass die Texte unverständlich sind, weil sie auf Finnisch verfasst sind, ist ein weiterer Pluspunkt. Ungewöhnlich ist die gelb-bräunliche Farbgebung des Artworks. Ansonsten weiß man aber bei Azaghal wirklich immer, was man bekommt! Wer auf finnischen und norwegischen Black Metal der Neunziger steht, muss hier einfach zuschlagen!

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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