ELEMENT OF FATE - DREAMFALL

| Label: | BRAVEMUSIC |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 32.16 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Das Melodic Metal Duo Element of Fate aus Washington, D.C. wurde 2022 gegründet. Seitdem wurden fünf Singles veröffentlicht. Die Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter zur Finanzierung des Debütalbums war überaus erfolgreich. Nun ist „Dreamfall“, ein Release mit sechs Songs, fertiggestellt und wird Ende Juli auf den Markt gebracht. Die Presse-Info empfiehlt das Opus Fans von Nightwish, Judas Priest, Seven Spires, Lacuna Coil und DIO. Schon bei „Alone In The Dark“ hört man, dass Sängerin Carol Phillips häufig mit einer härteren Gangart shoutet. Häufige Schreie und harsche Vocal-Passagen. Doch dann stellt sie unter Beweis, dass sie auch klaren weiblichen Gesang beherrscht. Partner Scott Loose bringt neben dem antreibenden Schlagzeug auch häufig die melodischen Gitarren zur Geltung. Der Track ist mit noch nicht einmal drei Minuten Länge recht kurz, aber beileibe kein Intro.
Zu Beginn von „Shadow Self“ klingen die Gitarren sehr melodisch und Carol haucht kurzzeitig ins Mikrofon. Aber schon bald wird ihre dann kraftvolle Stimme von riffenden Klampfen begleitet. Auch hier kann man die Wandelbarkeit ihrer Voice genießen von Klargesang bis hin zu fiesen oder auch hohen Screams. Beim achtminütigen Epos „Night Winds“ zeigt die Fronterin, dass sie auch die hohen Töne beherrscht. Aber im Bereich tieferer Klänge fühlt sie sich wohl doch am wohlsten. Zeitweise zeigt sich Carol von ihrer gefühlvollen Seite. Der Refrain lädt zum Mitsingen ein. Das ist meines Erachtens der melodischste und harmonischste Beitrag des Releases. Auch Dank des großartigen Axt-Solos. Die Wechsel bei Melodie und Tempo sorgen für eine leicht progressive Schlagseite.
Derweil bei „Dreamfall“ klingt der Gesang zumeist beschaulich, wird aber durch die Screams zeitweise aggressiver. Das wird von den harten Six-String-Melodien noch verstärkt. Erneut wechselt dann die melodische Grundstimmung. „Whispering Tree“ ist die Ballade des Werks, auch wenn der Gesang immer mal wieder harsch klingt und die Gitarren-Riffs das Tempo zwischendurch etwas verschärfen. Nach einer kurzen Drumkit-Einleitung geht bei „Firebird“ die Post ab. Saiteninstrumente und Schlagzeug treiben die Sängerin voran.
Am meisten hat mich die stimmliche Vielfalt von Frontröhre Carol Phillips beeindruckt. Scott Loose sorgt unaufgeregt für die instrumentelle Umrahmung des Gesangs. „Dreamfall“ bietet ein musikalisches Wechselbad der Gefühle. Man muss sich beim Zuhören durchaus konzentrieren. Alles in allem ein gelungenes Erstlingswerk, bei dem es aber durchaus noch Luft nach oben gibt.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































