LEFT TO DIE - INITIUM MORTIS

| Label: | RELAPSE |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 32:37 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Bereits 2023 im Turock verriet mir Gitarrist Terry Butler im Interview, dass es sich bei Left To Die nicht nur um eine Death-Cover-Band handeln würde, sondern dass es auch ein neues Album mit komplett neuen Songs geben werde. Das ist bis heute nicht erschienen. Dennoch erscheint nun der erste Tonträger dieser Formation. Um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und die Brücke zu neuem Material zu schlagen, gibt es mit „Initium Mortis“ erstmal ein Album mit alten Klassikern neu eingespielt. Und ich meine richtig alt! Hier werden alte Demo-Songs von Mantas (Vorgänger-Band von Death) und eben Death zu neuem Leben erweckt. Enthalten sind Songs vom 1984er Mantas-Demo „Death By Metal“ (welches wenig später unter dem neuen Namen Death wiederveröffentlicht wurde) sowie von den beiden weiteren offiziellen Death-Demos „Reign Of Terror“ (ebenfalls 1984) und „Infernal Death“ (1985).
Eigentlich hätten alle drei Demos komplett locker auf die CD gepasst. Schön wäre es auch gewesen, wenn die Songs chronologisch angeordnet wären. Beides ist leider nicht der Fall. So fehlt vom zweiten Demo der Opener „Corpsegrinder“ sowie die drei Songs, die es auf das Death-Debüt „Scream Bloody Gore“ geschafft haben, nämlich „Evil Dead“, „Infernal Death“ und „Baptized In Blood“. Es wurden also nur Songs ausgewählt, die der Normalsterbliche, der alle regulären Death-Alben besitzt, nicht kennt. Eigentlich eine coole Entscheidung, um nicht als billige Cover-Band abgestempelt zu werden! Dennoch kommt einem das erste Riff des Albums sofort bekannt vor. Ja, richtig: Es wurde später für „Spiritual Healing“ wiederverwendet. Allerdings ist diese Version spartanischer, mit deutlich weniger Toms. Auch wenn von ganz früher nur noch Gitarrist Rick Rozz dabei ist (Terry Butler kam erst 1987 zum dritten Album „Spiritual Healing“ dazu), wird der alte Spirit gut eingefangen.
Dafür sorgen auch die beiden Gruesome-Mitglieder Matt Harvey, der dem Gesang von Chuck Schuldiner wirklich sehr nah kommt, und Schlagzeuger Gus Riós, der mit seiner minimalistischen Spielweise viel Druck aufbaut. Stilistisch geht hier es natürlich in Richtung Death-Debüt. Massacre-Debüt und natürlich Gruesome. Die Riffs sind simpel, drücken aber wie Sau. Ein paar Soli wurden wohl angepasst, was aber nicht ins Gewicht fällt. Endlich gibt es die Songs der alten räudigen Proberaum-Demos in vernünftigem Sound. Die Produktion klingt warm und erdig. Dass das Schlagzeug zu steril klingt, wie in vielen Reviews beschrieben, kann ich nicht bestätigen. Leider ist das Album mit etwas mehr als einer halben Stunde sehr kurz ausgefallen. Wie gesagt: Die vier fehlenden Tracks hätten hier auch noch locker drauf gepasst. Aber dennoch gelingt Left To Die hier eine guter Einstand mit Potenzial für neue Schandtaten.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































