GEORGE - LOOKING FOR CONSCIENCE

| Label: | OUT OF YOUR HEAD |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 58:34 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung Non Metal |
Ich glaube, den Begriff Polyphone Disharmonien habe ich schon lange nicht mehr benutzt. Aber genau das kommt auf den Hörer zu, wenn er sich die insgesamt zehn Tunes vom neuen Release „Looking For Conscience“ von der Formation George zu Gemüte führt. Damit verfolgt man das gleiche Muster, wie auf der Letzten Scheibe „Letters To George“, die ich im Jahr 2023 rezensierte. Dabei ist das Line-Up hinter Chef-Drummer John Hollenbeck mit Anna Weber und Chiquita Magic fast stabil geblieben. Lediglich Aurora Nealand wurde durch Madame Sarah Rossy als Keyboarderin und Voice ersetzt. Diese Stimmen, synchronisierter Gesanglich wie zum Beispiel auf der Nummer „George And Dee“, gelten aber nach wie vor nur als Einsprengsel (die Vocals werden als irgendwie in der Form eines Instrumentes genutzt), da das Material weiterhin in instrumentaler Form abgeliefert wird.
Diese Form von futuristischer, progressiver Fusion wurde in den letzten Jahren ordentlich abgefeiert. Den genannten Vintage-Funk entdecke ich in diesem experimentellen Electronica-Sound allerdings eher weniger. Wie dem auch sei, die postmodernen Kompositionen, gespickt mit, teils ausufernden experimentellen und uferlosen Einsätze diverser Instrumente, wie zum Beispiel dem furiosen Saxophon im Track „Norma“, benötigen gefestigte Fans, haha. Da drückt der Freestyle-Jazz den Schuh. Und eine verträumte Pause gibt es ja mit dem Stück „Unicornio“ ebenfalls. Aber nur Mut, das Quartett George ist immer für eine Überraschung gut und der Meister himself präsentiert ein würdevolles Schlagzeugspiel.
Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak











































