BLACKROUT - EROTIC WARFARE

| Label: | DESLAVED |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 41:44 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Obwohl ich auch von hier komme, habe ich noch nichts von dieser bereits seit 2008 bestehenden Band aus Dortmund gehört. Ok, die Produktion geht so und das Gitarrenspiel ist manchmal fast schräg oder einfach aufgrund von Timingproblemen nicht immer sauber gespielt („Mephista“). Dafür kommen aber auch mal coole, lange und groovige Riffparts in dem Song vor, die an die Schweizer Coroner erinnern. Aufgrund irgendwelcher internen Probleme und dem Leid, das wir alle wegen Corona durchleiden mussten, hat der Schaffensprozess acht Jahre gebraucht. Das ist ja kein Grund, nicht alleine als Musiker zu proben und sich zu entwickeln. Der Gesang ist sehr geschrien und hat schon fast Death-Metal-Niveau, wobei man sich ja selbst Thrash und Groove Metal auf die Fahne schreibt.
Die Vocals muss man mögen, aber immerhin ist dieser hingerotzt und dreckig wie Dortmund selbst. Ich bin schon froh, dass unsere Stadt noch sowas wie Demolition Hammer raushauen kann. Ein episches Gitarrenriff eröffnet „Bury The Goddamn Sun“, wobei auch hier die Stimme wieder sehr gewöhnungsbedürftig ist und fast die Laune erstickt. Das Grölen und Shouten geht ja, wenngleich das auch oft gequält klingt, aber gefühlvolle Einlagen sind schwer daneben und klingen nach einem Tag Saufen oder keinem guten Stimmtraining. Auch Horrorthematik taucht mit „Living Dolls“ auf, das mit einem schönen Spieluhrsound endet. Öfter treffen die Musiker auch mal die Einsätze nicht richtig, obwohl es schöne Gitarrenläufe gibt. Ein durchwachsenes, aber verbesserungswürdiges Thrash-Album aus dem Ruhrpott.
Note: 5 von 10 Punkten
Autor: David Ivanov











































