GALGE - DØDELIG


Label:BLOOD BLAST DISTRIBUTION
Jahr:2025
Running Time:32:26
Kategorie: Eigenproduktion
 

Manchmal gibt es Alben zum Rezensieren von Bands, die es gar nicht mehr gibt. Galge aus Dänemark bestanden von 2018 bis 2026. Im letzten Jahr brachten sie ihr zweites (und vorerst letztes) Werk raus. Das ist jedoch keine leichte Kost. An sich gefallen mir die tiefen Gitarren und die fiesen Growls zwar ganz gut, aber insgesamt ist mir das alles doch zu sperrig. Es gibt neben frostigen Riffs und Blastbeats – auch wirre Breaks und unvorhersehbare Taktwechsel, die zwar gut gemacht sind, aber dadurch, dass sie immer so plötzlich auftauchen, leider auch den Spielfluss stören. Zudem hauen die Dänen auch ein paar moderne Breakdowns im schleppenden Tempo raus, diese sind aber an den richtigen Stellen gesetzt und sorgen für den einen oder anderen Aha-Effekt.

Auf Dauer nervt es etwas, dass die Akkorde oft schräg und disharmonisch klingen. Zwar sorgen sie für eine unangenehme, bedrückende und negative Grundstimmung, sie sorgen aber auch dafür, dass die Musik nicht so richtig gut im Ohr hängen bleiben will. Am besten gefällt mir der abgefuckte Gesang von Frontmann Sören Tuborg, der immer wieder zwischen Growls und heiseren Schreien pendelt und dessen Texte in der einheimischen dänischen Landessprache gehalten ist. Das klingt noch rotziger. Die Platte ist modern und fett produziert und knallt somit ordentlich. Richtig passende Vergleiche zu anderen Bands fallen mir nicht ein. Aber ihr solltet nicht nur Death Metal-Fans sein, um Galge zu mögen, sondern auch mit sperrigen Songstrukturen und modernen Elementen klarkommen.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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