Wer zum Gebäude 9 will um eine Show zu sehen, muss frühzeitig losfahren, denn Parkplätze sind so gut wie nicht vorhanden. Ich war heute das erste Mal vor Ort und musste leider feststellen das der kleinere Saal nur halb gefüllt war. Aber so ist das in Zeiten von knappem Geld und Konkurrenz en masse in dieser großen Stadt. Schön das man einige Musiker zumindest kurz privat kennenlernen konnte. Und immerhin hat jeder der nicht da war eine ordentliche Breitseite an gutem Sound verpasst. Zudem ist die Formation Sevi nicht unbedingt oft auf unseren Bühnen zu erleben.
Svetlana Blitznakova von Sevi, ist eine Fronterin aus Sofia, Bulgarien mit einer Ausnahmestimme und ziemlich aktiven Stageacting. Sie hat eine bärenstarke Mannschaft um sich geschart, die heute komplett aus sich herausging. Zumindest so viel wie es die relativ kleine Bühne zu ließ. Die Musik erinnert derweil etwas an die aus den Vereinigten Staaten von Amerika stammende Formation Evanescence. Das Programm bestand aus Tunes der beiden Alben „Follow Me“ (2019) und „Genesis“ (2023), sowie einer neuen Nummer betitelt „Vampire Love“. Die Shouterin Svetlana ist vielen wahrscheinlich bekannt, dass sie mit Sänger Johnny Gioeli (Hardline) mehrere Balladen im Duett gemacht hat. Songs wie „Drowning“, „Kill A Man“, „Song Of Hope“ und „Jaded“ gehören dazu. Leider hat man die Gelegenheit, dass beide Akteure anwesend waren, nicht genutzt, um einen dieser Tracks zu präsentieren. Schade eigentlich! Ich war von der Gruppe auf jeden Fall hellauf begeistert und freue mich bereits auf den nächsten Gig.
Für Hardline muss man eigentlich keine Loblieder mehr singen. Selten habe ich eine so sichere Bank in Sachen Musik erlebt. Fronter Johnny und seine Mitstreiter, allen voran Keyboarder Alessandro Del Vecchio (Edge Of Paradise) und Bassistin Anna Portalupi (beide seit dem Jahr 2011 im Line-Up), sind eine perfekte Besetzung. Spaß muss sein ist die Devise gewesen und zusammen mit dem Publikum gab es interaktiv jede Menge zu Lachen. Natürlich nahm man sich auch selbst aufs Korn und man merkte, wie homogen diese Besetzung zusammenpasst. Johnny ist nach wie vor ein Tier am Gesang, auch wenn das eine oder andere Mal der Ton nicht getroffen wurde. Aber seine Energie ist frappierend und ansteckend. Selbstredend gab es ein Best-Of-Set, bei dem sich niemand beschweren konnte und die großen Hits wie „Hot Cherie“, „Takin´ Me Down“ und „Dr. Love“ wurden bombastisch präsentiert und lauthals mitgesungen. Hardline 2026 war ein schweißtreibendes Erlebnis.











































