DEMIGOD - UNHOLY DOMAIN (DEMO)

| Label: | SELBSTVERTRIEB |
| Jahr: | 1991 |
| Running Time: | 15:51 |
| Kategorie: |
Classics |
Wenn man über frühen Death Metal redet, dann geht es meistens um Bands aus den USA oder Schweden. Und auch wenn es ein paar wegweisende Bands aus Deutschland, den Niederlanden und England gab: Kaum jemand redet über Finnland! Dabei gab es auch dort sehr früh eine Underground-Szene, die sich dem diabolischen Death Metal verschrieben hat. Neben Abhorrence (den späteren Amorphis), Demilich, Xysma, Adramelech oder Convulse gehörten auch damals schon Demigod dazu. Und ich kenne nicht wenige Underground Maniacs aus der Tapetrading-Szene, die behaupten, dass „Unholy Domain“ das beste Death Metal-Demo, nicht nur aus Finnland, sondern aller Zeiten ist. Natürlich ist das immer auch subjektiv und sicherlich von der eigenen Stimmung abhängig. Aber ich würde diese These dennoch unterschreiben! Sonderlich lange dauert das Tape nicht. Es wird von einem Keyboard eingeleitet. Tatsächlich ist „Perpetual Ascent“ durch seine drei Minuten Spielzeit aber eher ein einleitendes Instrumental als das im Booklet angezeigte Intro.
Die restlichen drei Songs klingen den frühen Aufnahmen ihrer bereits erwähnten Landsleute sehr ähnlich. Der Sound erinnert an Schweden, aber „böser“. Man besticht nicht nur durch stumpfes Gekloppe, sondern vor allem mit düster Atmosphäre und Intensität. Die tiefen Gitarren bilden eine gewaltige Wand, der tiefe, diabolische Growlgesang passt perfekt ins Gesamtbild. Die Musik ist gut instrumentiert, wenn auch noch nicht allzu virtuos vorgetragen, was vermutlich noch am zarten Alter der beteiligten Musiker lag (18 bis 20 Jahre). Dennoch wird hier der wahre Spirit des alten Death Metal zu jeder Sekunde geatmet. Für ein Demo war die Aufnahmequalität auch bemerkenswert gut, was zu wenig Gegenliebe aus Norwegen führte. Demigod legten ein Jahr später noch das ebenfalls geniale Debüt „Slumber Of Sullen Eyes“ hin. Nach der Jahrtausendwende gab es noch ein Comeback mit zwei Alben („Shadow Mechanics“, 2002, und „Let Chaos Prevail“, 2007), die jedoch nicht so sehr überzeugen konnten. Wer alte, traditionelle Death Metal-Demos mag, der kommt an Demigod nicht vorbei!
Tracklist:
Side A:
Perpetual Ascent (Intro) (3:12)
Anxiety (4:31)
Side B:
Reincarnation (4:18)
Succumb To Dark (3:57)
Line-Up:
Esa Lindén: Guitar, Vocals
Tero Laitinen: Bass
Seppo Taatila: Drums
Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller











































