NECROBEAST - IRON BAPHOMET

| Label: | WITCHES BREW |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 35:18 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Manchmal brauchen kleine Bands etwas länger. Das beste Beispiel dafür sind NecroBeast, die sich 2005 in Chile als Duo gründeten, seit 2007 aber als Soloprojekt fungiert und mittlerweile in den Niederlanden ansässig ist. Jahrzehnte lang dümpelte man, mehr oder weniger unbemerkt, durch den Underground. Nun erscheint aber endlich das langersehnte Debüt-Album. Und das hat es in sich! Man hat sich dem traditionellen Black-/Thrash Metal verschrieben. Acht Songs wurden hier verewigt. Und die beinhalten eigentlich alles, was ich bei diesem Stil erwarte: Schreddernde Riffs, wilde Soli, viel Groove, eine Menge Doublebass, haufenweise Blastbeats und natürlich richtig fiesen Kreischgesang mit blasphemischen Texten. Zur atmosphärischen Untermalung ertönen bei den Intros und Outros der Songs auch mal Kirchenglocken, Sirenen, Bombenexplosionen, Wasserrauschen, Nebelhörner und alles, was dazugehört.
Man hört, dass der hier beteiligte Maniac total Bock auf seine Mucke hat. Sie klingt zwar besessen, aber alles ist schön tight eingespielt. Auch die Produktion knallt ordentlich, auch wenn das Schlagzeug vielleicht etwas zu sauber für diesen Stil rüberkommt (vermutlich ist es programmiert). Das ist aber schon Jammern auf hohem Niveau! Eher bin ich froh, dass dieser alteingesessene Stil überhaupt nicht abgedroschen klingt. Das düstere Artwork gefällt ebenfalls. „Iron Baphomet“ erscheint in allen drei gängigen Formaten, also auf CD, Vinyl und Kassette (wobei die auf fünfzig Exemplare limitierte Tape-Version von Urolig Sjel aus Frankreich stammt). Das Material klingt zwar nicht ganz so rotzig wie Aura Noir, wer aber auf Kult-Horden wie Desaster, Nifelheim oder Urn steht, den sollte dieses Black-/Thrash-Gewitter definitiv mitreißen!
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































