EDGE OF SANITY - ELEGY: CHAPTER II


Label:CENTIRY MEDIA
Jahr:2026
Running Time:73:42
Kategorie: Compilation
 

Eigentlich dachte ich, wir wären mal langsam fertig damit, die komplette Diskografie von Edge Of Sanity von hinten aufzurollen, aber Pustekuchen, haha! Von den Alben fehlt jetzt noch das 1997er Album „Cryptic“. Aber auch mit den Demos sind wir scheinbar noch nicht fertig. Ich wunderte mich letztes Jahr schon über den Albumtitel „Elegy: Chapter I“, wo alle offiziellen Demotapes zwischen 1989 und 1992 in chronologischer Reihenfolge enthalten waren. Nun folgt also „Chapter II“ mit weiteren neunzehn Tracks und weit über siebzig Minuten Spielzeit. Hier handelt es sich um eine Ansammlung von Pre-Production Demos, Remixe, Coverversionen, Bonustracks und alternativen Versionen bereits bekannter Songs, die alle zwischen 1992 und 2003 entstanden sind, also nach der „offiziellen“ Demophase bis hin zur Auflösung der Band, die aber allesamt mit einem sehr guten Sound aufwarten. Ursprünglich waren diese wohl nicht zur Veröffentlichung angedacht.

Am obskursten sind die Coversongs: „I Wanna Go Home“ von Sator klingt wie 90er Kiddie Punk ala Blink 182 und hat mit dem Stil der Band rein gar nichts zu tun. Und ein Manowar-Cover („Blood Of My Enemies“) hätte man vermutlich auch nicht unbedingt von Edge Of Sanity erwartet. Hier klingt der Klargesang auch etwas unbeholfen. Aber Experimente, die nicht zu der Band passten, gab es ja tatsächlich regelmäßig. Schweden Death Metal, teilweise gepaart mit Clean Vocals, wie bei „Blood-Coloured“ tauchen immer wieder auf. Die ersten sechs Stücke sind neueren Datums Besser gefallen mit aber die beiden letzten Drittel mit Material von 1992 und 1993, wo sie noch nicht so sehr über den viel zitierten Tellerrand hinausgeschaut haben. Diese Compilation ist interessant. Aber wohl nur etwas für echte Komplettisten, die nicht genug von der Schweden-Combo kriegen können. Mir hätte „Chapter I“ mit den offiziellen Tapes an sich gereicht. Dennoch stelle ich mir diese CD gerne mit dazu.

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


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