BLACK OAK COUNTRY - MISPRINT

| Label: | MIGHTY MUSIC |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 41:15 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Mit "Misprint" liefert die dänische Hard-Rock Band Black Oak Coutry, ihr bislang fokussiertetes, aggressivestes und emotionalstes Album ab. Das behauptet zumindest das Presseinformationsblatt. Gegründet wurde die mehrfach ausgezeichnete Formation aus Esbjerg (Dänemark) bereits 2012. Eine Vielzahl von Singles und drei komplette Werke wurden bisher veröffentlicht. Wobei der letzte Release „III“ 2024 herauskam. In der Vergangenheit sind sie mit Acts wie D-A-D und The Dead Daisies getourt. Und im April und Mai sind sie als Headliner in Deutschland und Dänemark unterwegs, um das aktuelle Werk „Misprint“ zu präsentieren. Mit der ersten Single-Auskopplung „Kill The Pain“ startet das Opus. ein sehr harter Einstieg. Harte Riffs dominieren. Der Refrain explodiert förmlich. „Textlich setzt der Song sich mit der zunehmenden Spaltung, Gewalt und Entmenschlichung auseinander, die die moderne Gesellschaft dominieren“. So steht es in der kurzen Presse-Info.
Auch „Rock´n Roll“ wird von harten Riffs geprägt. Allerdings geht es sehr rhythmisch zu. Der Refrain lädt auch eher zum Mitsingen ein. Ein starkes Gitarren-Solo ist zu hören. „Vertigo“ startet etwas sperriger. Der Gesang ist stellenweise technisch verfremdet. Bei „Around The Sun“ zieht das Tempo an. Schlagzeuger Mike Svendsen treibt seine Mitstreiter regelrecht an. Im Gegensatz dazu ist die Metal-Hymne „Starlight“ melodisch und eingängig. Schrille Klampfen leiten „Kiss & Tell“ ein. Später werden harte Riffs von druckvollem Drumkit unterlegt. Bei „Fade“ sind die Riffs noch härter und die Vocals sind rauer als zuvor. Im Kontrast dazu steht ein wenig der eingängige Refrain. Wo „Energy“ drauf steht, ist auch Energie drin. Hartes Schlagzeug kräftige Basslinie und stets präsente Riffs werden durch „ohohoh“-Vokalisen aufgelockert. Die Riffs und die raue Stimme in „Sick And Tired“ gehen ein hohes Tempo. Dazu hört man einige schräg klingenden Axt-Licks. Aber auch hier klingt der Refrain melodisch.
„Before I Break“ setzt zu Beginn beim Tempo noch einen drauf. Immer wieder werden auch ruhigere Momente eingebaut. „Landmine“ hält an dem hohen Tempo fest, angetrieben vom Kesselflicker und Six-String-Attacken. Der Rausschmeißer „The Shadow“ bietet erneut den Wechsel zwischen gnadenloser Härte, melodischem Gesangs- und Gitarren-Melodien und einem packenden Rhythmus. Nach mehrmaligem Hören von „Misprint“ kann ich die Einschätzung aus dem Pressetext durchaus nachvollziehen. Ob es tatsächlich das aggressivste und emotionalste Album der Band ist, kann ich nicht wirklich einschätzen. Aber die Dänen lassen ihren Aggressionen tatsächlich freien Lauf. Trotz aller brachialen Riffs gelingt es Black Oak County immer wieder schöne Melodien einzubauen. Die Songs sind wie gemacht zum Anheizen der Fans auf Konzerten.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































