WORM - NECROPALACE


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2026
Running Time:62:51
Kategorie: Neuerscheinung
 

Worm ist mal wieder ein richtig einfallsreicher Bandname. Ich muss erneut ein bisschen suchen, um die richtige Formation zu finden. Hier geht es um die von Florida nach Kanada ausgewanderten Symphonic Black-/Death-/Doom Metaller, die seit ihrer Gründung im Jahre 2012 immerhin vier Alben rausgebracht haben. Die Gruppenfotos mit der blutüberströmten Frau und den Totenschädeln auf dem Altar sowie das farbenfrohe Fantasy-Artwork des Albums sehen schon mal geil aus. Aber kann die Musik auch was? Die Antwort lautet: ja! Ein zweiminütiges Intro mit düsteren Keyboards und virtuoser Leadgitarre eröffnet den Reigen, bevor die Hölle losbricht. Es folgen sechs majestätische epische Werke, die alle zwischen sieben und vierzehn Minuten lang sind. Die Musik klingt dementsprechend theatralisch und atmosphärisch, und es passiert höllisch viel.

Auch wenn das Keyboard sehr dominant ist, lässt es immer noch genug Raum für die Gitarrenwände, die wahrlich fett daherkommen. Der Kreischgesang klingt immer böse. Ähnlich wie bei Cradle Of Filth, dirigiert Phantom Slaughter, der hier für Gesang, Gitarren, Bass und Keyboards zuständig ist, hier wie ein Geschichtenerzähler durch die Songs und hält das Zepter in der Hand. Das große Finale bietet der fast viertelstündige Raushauer „Witchmoon: The Infernal Masquerade“ am Schluss, bei dem sogar ein gewisser Marty Friedman ein Gitarrensolo beisteuert. Mit Megadeth hat das hier aber rein gar nichts zu tun. Eher bedient man – bei druckvoller und sauberer Produktion – Fans von Bands wie Cradle Of Filth, Hecate Enthroned, Diabolical Masquerade oder Limbonic Art. Majestätischer Black Metal zwar bombastisch, aber überraschend kitschfrei!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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