STATE OF ILLUSION - PLUTO´S GHOST


Label:212 RECORDS
Jahr:2026
Running Time:64:41
Kategorie: Neuerscheinung
 

Erneut stehen wir vor der Frage Projekt oder Band? Der Pressetext bezeichnet State of Illusion als „Progressive-Rock- und Metal-Projekt, das sich durch Atmosphäre, Emotion und Komplexität auszeichnet und 2005 in Greenville, South Carolina, gegründet wurde„. Kurz darauf kann man das Wort „Band“ lesen. Mastermind der Truppe ist Songwriter, Sänger und Produzent Jacob Porter. Wie auch immer. Das Debüt-Album „Aphelion“ wurde 2014 veröffentlicht. „Pluto´s Ghost“ erschien im September 2021. Das Songwriting erfolgte während der Corona-Pandemie, also in einer Zeit der Isolation. Jetzt kommt es zu einem Re-Release im April diesen Jahres. Das „Intro“ dauert eine Minute und ist ein Count Down vor dem Start einer Rakete. „Deja Vu“ wird dann von ruhigen Gitarren eingeleitet, bevor harte, aber ruhige Riffs einsetzen. Auch der Gesang ist ruhig und melodisch. Aber Shouter Jacob Porter kann es auch kraftvoll. Mit der Ruhe ist es bei „Yet So Far“ erst einmal vorbei. Der Midtempo-Bereich wird trotz allem nicht verlassen. Die Synthesizer im Hintergrund klingen ein wenig hektisch.

„Starlight“ hingegen ist eine beschauliche Ballade mit sehr melodischen Vocals. Bei „Wasted Life“ knallen die Riffs deutlich kräftiger. Auch im Folgenden wird der Midtempo-Bereich nicht verlassen trotz einiger harter Riffs. Ganz im Gegenteil, immer wieder sind balladeske Abschnitte zu hören, mit vielen Emotionen. So ist auch „Along The Way“ klanggewaltig. Immer wieder gibt es leichte Tempo- und Rhythmuswechsel, so dass ich der Einstufung als Progressive Rock durchaus zustimmen kann. Eine kleine Ausnahme in puncto Ruhe macht da das beschwingte „Crashing Down“ oder auch „Artificial Paradise“. Vor allem bei Klampfen-Soli. Allerdings werden auch hier keine Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Mit „Rain“ folgt auch schon die nächste Ballade. Lediglich beim Solo in der zweiten Hälfte zieht das Tempo etwas an.

Mit der Ballade „Home“ und dem etwas beschaulichen „Death Is Not The End“ endet die Veröffentlichung. Auf „Pluto´s Ghost“ dominieren ganz klar die ruhigen beschaulichen Momente. Daran ändern auch diverse Six-String-Soli nicht viel. Die einzelnen Tracks selbst aber auch das Werk sind sehr komplex angelegt und versprühen sehr viele Emotionen. Da muss man schon intensiv zuhören, um alle Nuancen zu erfassen. Das Herausragende sind die vielen schönen Melodien, sowohl instrumental als auch gesanglich.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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