ROTTEN BLASPHEMY - WORSHIPPERS OF CHAÖS


Label:WITCHES BREW
Jahr:2026
Running Time:36:49
Kategorie: Neuerscheinung
 

Wenn sich eine Band Rotten Blasphemy nennt, dann kann das für den Schreiber nur gut sein; ebenso wie die Herkunft, denn diese Rumpel-Horde kommt aus Kolumbien. Und dann stehen sie auch noch auf den Heavy Metal-Umlaut, wie der Albumtitel oder auch der Opener „Вlack Nöise“ beweisen. Ich hatte auf den typischen War Black-/Death Metal getippt im Stil von Blasphemy und Beherit getippt. Der ist es aber tatsächlich nicht. Sie gehen eher in die Black-/Thrash-Ecke; mit einem leichten Punk ´n´ Roll-Einschlag, obwohl sie nicht so billig klingen wie viele der ähnlich gepolten Retro-Formationen. Rotten Blasphemy punkten mit schreddernden Riffs, treibendem Schlagzeug und räudigem Gesang, der mal gekreischt und mal gegrowlt wird.

Sie entwickeln einen Flow, der sofort mitreißt. Hier kommt ein cooles Live-Feeling auf. Ich will beim Hören sofort den Patroni auspacken, die Matte schütteln und Bier trinken. Hell yeah! Irgendwo zwischen Sarcofago, Nunslaughter, Old, Nifelheim und Desaster poltern sie munter drauflos und hinterlassen pure Zerstörung, und zwar mit Leidenschaft. Textlich gibt es die üblichen, vor Klischees triefenden Tod und Teufel-Lyrics, die ich von solch einem Act auch erwarte. Natürlich ist die Produktion auch alles andere als glatt poliert. Alles klingt schön dreckig und authentisch. Um eine Müllproduktion handelt es sich dabei dennoch nicht. Hier passt alles super zusammen; auch die Spielzeit, die weit unter vierzig Minuten liegt, um Lückenfüller zu vermeiden. 

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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