VARGRAV - DIMENSION: DAEMONIUM

| Label: | WEREWOLF |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 42:25 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Dass es sich bei dem Begriff „Vargrav“ um ein Palindrom handelt (also ein Wort, das vorwärts und rückwärts gleich ist), soll angeblich Zufall sein. Der Bandname Vargrav ist, laut Multi-Instrumentalist V-Khaoz, vielmehr eine Wortspielzusammensetzung von „Varg“ ( = Wolf) und „Grav“ ( = Grab). Er gründete die Band 2015 und kümmert sich um die komplette Instrumentierung. Lediglich für den Gesang hat er sich Hilfe von Graf Werwolf Von Armageddon geholt. Bei den Namen klingelt es doch bei mir! Ja klar, beide Mitglieder kommen aus Finnland. V-Khaoz kenne ich unter anderem von Azaghal, Oath und Hellkult her, den Graf dagegen von Satanic Warmaster und früher Horna.
Beide waren und sind noch in zahlreichen anderen Bands und Projekten vertreten und in der finnischen Underground Black Metal-Szene seit Jahrzehnten sehr umtriebig. Und auch wenn sich viele dieser Combos musikalisch doch alle sehr ähneln, sollte man hier keine voreiligen Schlüsse ziehen. Denn um räudigen Schwarzmetall, wie sie ihn sonst spielen, handelt es sich hier nicht. Vielmehr tobt sich das Duo Infernale hier im Symphonic Black Metal aus. Es gibt also eine Menge fette Keyboards. Wer jetzt an im Underground verpönte Acts wie Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth denkt, ist aber auf dem Holzweg. Natürlich gibt es auch hier sehr viel böse Raserei und Blastbeats ohne Ende. Aber durch das Tasteninstrument und den teilweise klaren Gesang wird ihr typischer Stil deutlich harmonisiert.
Mir persönlich ist das Keyboard viel zu dominant und zu sehr im Vordergrund. Dennoch können die beiden Finnen eine sehr finstere Atmosphäre erzeugen und geben eine gute Figur ab. Die eisige Kälte ist immer zu spüren, und der Sound des Albums hat etwas Anziehendes. Zudem ist alles hörbar gut gespielt. Auch wenn das Gesamtbild recht chaotisch klingt, ist alles gut gemacht und im grünen Bereich. Auch die klare, dünne Produktion weiß durchaus zu gefallen. Mir klingt das alles etwas zu überladen. Aber wenn man auf Emperor, Limbonic Art oder Obtained Enslavement steht, dann kann man sich ruhig hier rantrauen, auch wenn man die anderen Formationen der hier beteiligten Musiker sonst nicht so sehr mag.
Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































