WHITE SKIES - SHOUTING AT THE HURRICANE

| Label: | METALAPOLIS |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 53:10 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Obwohl White Skies erst im Jahr 2020 gegründet wurden, sind sie keine Newcomer. Sänger Mick White ist bereits seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der britischen Melodic Hard Rock Szene aktiv. Er sang schon bei Bands wie Samson, mit der er unter anderem Iron Maiden auf ihrer „Somewhere In Time“-Tour supportete. Oder auch bei First Strike. Aber auch die anderen Jungs können auf langjährige Erfahrungen zurückblicken. Nach dem 2022er Debütwerk „Black Tide“ ist „Shouting At The Hurricane“ das zweite Album der Formation. Mit „If This Is It (Get Ready)“ rocken die Briten gleich richtig los. Man fühlt sich versetzt in die großen Zeiten des AOR Stadion Rock. Schöne Melodien, herausragender, leicht kratzig wirkender Gesang und viel Spielfreude. „88 Crash“ ist nicht zu verwechseln mit dem Suzi Quatro Hit „48 Crash“ von 1973. Statt beinharten Hard Rock hören wir auch hier AOR. Ein wenig ruhiger als der Auftakt, mit prägnanten Riffs. Dazu wabert die Hammond-Orgel. Und ein starkes Gitarren-Solo ist zu hören. „Money To Burn“ ist ein wahres Riffmonster, mit vielen schönen Sounds. Da muss man einfach mit dem Kopf mit wippen, oder sein Haupthaar schwingen. Es versteht sich von selbst, dass auch hier ein großes Klampfen-Solo zelebriert wird.
„I Can’t Make This Alone“ ist eine beschauliche Ballade. Und lädt zum Träumen ein. Der Gesang ist passend dazu auch weniger kratzig. Schnell, laut und hart, so kommt „The Girl´s In Love“ daher. Schlagzeuger Daz Lamberton treibt seine Bandkollegen an. Donner und Regen leiten „Shouting At The Hurricane“ passenderweise ein. Ansonsten ist nicht allzu viel von einem Hurrikan zu spüren. Ruhiger und eingängiger melodischer Rock mit „Dubdudu“-Passagen. Da ist „Those Days“ schon ein etwas schneller und vor allem rhythmischer. Dazu gibt es einen eingängigen Refrain, den man schnell mitsingen kann. „One Life“ ist eine weitere Ballade. Shouter Mick White wird hier zunächst von einer akustischen Six-String begleitet. Später kommen e-Piano und Tamburin hinzu. Aber auch die elektrischen Äxte und das Schlagzeug dürfen nicht fehlen. Erneut wird man inspiriert, die Augen zu schließen und zu träumen. „Righteous Zone“ beendet abrupt jegliche Träume. Ein geradliniger Rock-Song mit einem Mitsing-Refrain. Piano und Streicher prägen dann „Control“. Eine Mixtur aus Ballade und epischer Hymne.
„So Sweet“ wirkt entgegen dem Titel überhaupt nicht klebrig. Stattdessen wird munter losgerockt. Zum Schluss erschallen wieder sanfte Töne bei „Kissed The Rain“. „Shouting At The Hurricane“ ist ein bunter Strauß zeitlos schöner AOR-Track. Mit diesem Sound haben Acts der achtziger Jahre große Stadien gefüllt. epische Hymnen, harte, aber melodische Rock-Tunes und wunderschöne Balladen wechseln sich ab. Für den geneigten Hörer ist es eine Reise zurück in diese großartigen Zeiten. Für die Musiker ist es sicherlich eine Reminiszenz an ihre musikalischen Wurzeln.
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































