JOURS PÁLES - RÈSONANCES


Label:LES ACTEURS DE L´OMBRE
Jahr:2025
Running Time:57:54
Kategorie: Neuerscheinung
 

Black Metal ist nicht gerade mein Fachgebiet. Gut ich habe mich eingelesen und vieles gehört, aber andere Sub-Genres wie zum Beispiel Death und auch Thrash Metal sind mir näher am schwermetallischen Herzen. Heute also gibt es Black Metal und zwar aus Auvergne-Rhône-Alpes. Eigentlich eher bekannt für die eisigen Spitzen der Alpen und den weiten Weingärten der Rhône als für melodischen Black Metal mit stark Punk-angehauchten Vocals. Wo wir bei den Vocals sind: Sänger und Tasten-Täter Spellbound ist musikalisch sehr dichotom unterwegs. Einerseits sorgt er mit dem Keyboard für viel Atmosphäre und Melodie und andererseits löst er diese Konzepte gezielt mit seinem Sprechgesang und teils stark Punk-artigen Vocals gleich wieder auf.

Das Line-Up auf dem Album besteht scheinbar teilweise aus Gastmusikern verschiedener Bands (Drums gibt es von Ben L. Und Kim Carlsson singt bei Track Nummer sechs) und einigen Musikern, die momentan live als Verstärkung dabei sind. Ich vermute, dass die Live Crew auch das Werk mit eingespielt hat, aber leider gibt es weder auf den Social Media Kanälen noch im Pressetexte eine Bestätigung dazu (zumindest nicht in meiner Sprache). Sei es wie es ist, die Tracks sind komplex und melodisch und sowohl die Riffs als auch die Drums haben richtig Bumms und tun was sie sollen. Mir geht das Verständnis der französischen Sprache leider komplett ab und der gesangliche Punk Anteil erinnert mich komischerweise immer mal wieder an die Mucke der Héroes del Silencio und die fand ich immer absolut grausam.

Was bleibt, ist trotzdem interessant, da ich zu keinem Zeitpunkt behaupten kann, dass die garstigen Gallier aus den französischen Alpen ihren Job hier nicht rocken. Jeder beteiligte Musiker hat unbestreitbare Skills, die hier eindrucksvoll dargebracht werden. Ich werde schon allein wegen der Sprachbarriere und dem Fakt, dass die französische Sprache in mir auch aggressive Tendenzen weckt, kein Fan, aber die Jungs können was.

 

 

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter


zurück zur Übersicht