NECROFIER - TRANSCEND INTO OBLIVION

| Label: | METAL BLADE |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 57:53 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Necrofier aus Texas gibt es zwar erst seit 2018. Dennoch haben sie schon drei Alben und eine EP veröffentlicht. Sie haben sich dem Melodic Black Metal, vorrangig schwedischer Prägung, verschrieben. Hier scheint es sich um ein Konzept-Album zu handeln, denn die Tracklist ist systematisch aufgebaut. Es gibt drei Trilogien („Fires Of The Apocalypse, Light My Path I - III", „Servants Of Darkness, Light My Way I - III" und „Horns Of Destruction, Lift My Blade I - III". Nach jeder Trilogie folgt eine Art Outro im Drei-Minuten-Bereich (jeweils einmal instrumental mit Pianoklängen und mit Akustikgitarren und einmal einen „richtigen" Song am Album-Ende, der mit geilen Kriegstrommeln eingeleitet wird).
Die Songs dauern meist fünf bis sechs Minuten. Necrofire gehen sehr abwechslungsreich zu Werke. Dennoch bleibt alles immer bodenständig und nachvollziehbar. Es dominieren vor allem die Gitarrenmelodien. Dennoch gibt es auch viel Raserei, schnelles Schlagzeug und wütenden Kreischgesang. Auch düstere Hintergrundgeräusche sind hin und wieder zu hören. Das erste Drittel ist sehr ruppig gehalten und erinnert nicht selten an Watain. Ab dem zweiten Drittel wird es aber zunehmend melodischer und sphärischer. Dabei schaffen Necrofier es immer wieder, auch eine düstere Atmosphäre aufzubauen, und praktisch ohne Keyboards (außer bei den Zwischenstücken).
Das Album wird - trotz der langen Spielzeit von fast einer Stunde - nie langweilig, auch wenn man feststellen muss, dass nicht immer alles hängen bleibt. Es nutzt sich aber nicht ab. Ganz im Gegenteil: Je öfter man es hört, desto mehr wächst es und offenbart immer mehr Details. Necrofier bieten eine gewaltige Klangcollage, die über die gesamte Spielzeit den hohen Pegel hält. Zudem sorgt die leicht hallige Produktion für ein räumliches Klangbild. Wer auf Bands wie Watain, Necrophobic, Sacramentum, Mörk Gryning oder Dawn steht, der sollte sich dieses Teil, welches es als Digipack-CD oder als Doppel-LP in fünf verschiedenen Farben gibt, unbedingt einsacken!
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































