CHAOS OVER COSMOS - THE HYPERCOSMIC PARADOX

| Label: | SELBSTVERTRIEB |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 33:21 |
| Kategorie: |
Import Eigenproduktion |
Und wieder mal herrscht Chaos im Weltall, oder besser gesagt Chaos Over Cosmos. Dies ist das musikalische Projekt des polnischen Gitarristen und Komponisten Rafal Bowman, der nun mit dem bereits vierten Album „The Hypercosmic Paradox“ um die Ecke kommt. Schon immer hat Rafal verschiedene Sänger hinzugezogen. So diesmal den Pakistani Taha Mohsin. Ansonsten stammt alles vom Maestro selbst, also Gitarren, Synthesizer, Drumprogramming, Bass und auch die Backing Vocals. Aufgenommen wurde erneut über das Netz, so daß auch diesmal die Protagonisten sich noch niemals in echt gesehen haben. Doch auch mit dem neuen Release stellt das kein Problem dar, bekommt man doch erneut einen heftigen Mix aus hyperschnellen Gitarrenwirbeln, kakophonischen Gegenläufen, growligen Death-Vocals, aber auch manchen Melodien spendiert. Fans von Bands wie Meshuggah et cetera. sind bei Chaos Over Cosmos also freilich eher am Platz als bei eingängigen Kapellen.
Von den fünf neuen Songs sind drei Stück mit über neun Minuten sehr lang geraten. Lediglich der Opener „Nostalgia For Something That Never Happened“ ist mit knapp über vier Minuten kürzer, aber nicht minder sperrig. Der Opener legt also eine prägend frickelnden Start hin und trumpft mit harten Beats auf. Eine Hyper Speed Attacke vom feinsten bis hin zum sphärischen Break, das den Wahnsinn unterbricht. Dennoch haut Rafal Bowman mit vielen quirligen Gitarrenparts nach, so daß die Nummer nie unanstrengend wird. Mit Raserei und kurzen Melodischüben sondert „When The Void Laughs“ dann die ersten growligen Vocals von Taha Mohsin ab. Ein gehöriger Schub in Richtung technical Progressive Death. Stakkato Rhythmen, halsbrecherisches Tempo….nein, Chaos Over Cosmos passen sich nie irgendwelchen Eingängigkeiten an. Auch wenn es wieder bei diesem Track ein sphärisches Break gibt.
Mit wuchtiger Dynamik startet „Event Horizon Rebirth“, diesmal neben allem Gefrickel auch mal nebenbei mit guten Riffs ausgestattet. Irgendwie hat dieser Beitrag am meisten von hartem und modernem Progressive Metal und weniger Death-Vibes intus. Man meint tatsächlich, auch wenn es eigentlich täuscht, das man hier mal durchatmen kann. Auch die Melodie-Ansätze beim folgenden „The Cosmo-Agony: Requiem“ überzeugen vielleicht eher den gemäßigteren Progressive Metaller als den reinen Instrumental-Freak. Dennoch erhält auch dieser noch genug Stakkato-Beats und paradoxe Musikeinheiten. Der kurze, knapp 1 ½ minütige Abschluss „The Fractal Mechanism“ ist dann nur noch ein kleines, aber sphärisch flottes Unterfangen.
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































