PALANTYR - THE ASCENT & THE HUNGER

| Label: | DYING VICTIMS / JAWBREAKER |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 32:04 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Bereits im April diesen Jahres erschien die 6-Track-Zusammenstellung „The Ascent & The Hunger“ der französischen Band Palantyr. Darauf befinden sich drei Songs der „The Acent“-EP plus drei brandneue Tunes, welche nun von Dying Victims auf Vinyl veröffentlicht wurden. Vormals unter dem Namen Destrukt eventuell bekannt, spielen Palantyr 80er-lastigen (Epic) Heavy Metal, der vom Label in einem Atemzug mit Acts wie Smoulder, Blood Star oder Acid genannt wird. Aushängeschild ist dabei sicherlich Sängerin Althena, die ein wenig wie eine Mischung aus früher Doro Pesch (zu „Burning the Witches“-Zeiten) und Farida (The Devil´s Blood) klingt. Auch musikalisch sind Palantyr nicht so weit weg von den beiden Formationen, zumindest wenn das Tempo etwas verschleppt wird. Beim Opener „Shan E Sorkh“ ist dieses Tempo aber noch sehr hoch, so daß wir durchaus von Speed Metal der alten Schule sprechen können.
Dass gleich zwei Gitarristen (Atlantes und Odysseus) an Bord sind, macht sich im Sound auch auf Platte bezahlt, denn die Power, die aus den Boxen röhrt, ist nicht von schlechten Eltern. Auch die Basis mit L.R. (Bass) und Y.R. (Drums) kommt mit viel Druck, die Drums zudem wie beispielsweise bei „Ravenous“ mit ordentlich Punch hinter den Kesseln. Nach einem weiteren Speedster mit „Broken Mirror“ setzen die Franzosen auf eine Iron Maiden-Frühphasen-Hommage bei „Son Of The White Mare“. Frappierend ähneln die Klampfenläufe denen der Eisernen Jungraufen, hauptsächlich zu finden auf einem Album wie deren selbstbetiteltes Debütwerk oder „Killers“. Gleichzeitig ziert hier eine weitreichende Epik den Song, was sich auch durch Althena´s Stimme begründet. Das man immer auch ein bisschen den Eindruck hat, bei Palantyr handele es sich um eine Okkult-Metal-Truppe, speist sich beispielsweise sehr schön durch das Paul Roland-Cover „Nosferatu“, gewittrig und sakral beginnend, dann aber zu einem fulminanten Speed-Metal-Kracher werdend.
Letztendlich dann auch noch durch einen Titel wie dem abschließenden „Graveyard“ manifestiert, bleibt der Eindruck des Okkulten, Mystischen erhalten, was eine erhabene Stimmung zur generell speedlastigen Musik von Palantyr bewirkt. Hauptsächlich Freunde der New Wave Of British Heavy Metal und düsteren Speed Metals werden sich an dieser EP laben. Musikalisch einwandfrei gespielt und mit einer aussagekräftigen Stimme gesegnet, sind Palantyr sicher eine Entdeckung wert, was sich im Live-Sektor durch die Teilnahme an einschlägigen Festivals bereits anbahnt.
Note: Keine Wertung
Autor: Erich Robbers











































