BENGAL TIGERS - CRY HAVOC


Label:IRON SHIELD
Jahr:2025
Running Time:52:15
Kategorie: Neuerscheinung
 

Ich habe ja grundsätzlich immer großen Respekt vor Bands, die schon länger zusammen musizieren, als ich auf diesem Planeten verweile. Bengal Tigers sind zwar nur ein Jahr älter als ich, aber fünfundvierzig Jahre zusammen Mucke machen ist schon heftig und so weit ich das überblicken kann, gab es auch nicht allzu viele Besetzungswechsel in der langen Karriere der bengalischen Tiger. Jetzt wundert man sich aufgrund der vielen Jahre natürlich schon, warum die Jungs, trotz Skills, nur zwei Langrillen veröffentlicht haben. Klar gibt es EPs und Demos aber der Output ist zahlen-technisch verdammt mau. Ich versuche das zumindest teilweise aufzuklären: zuerst war die Formation nur aktiv von 1979 – 1983, eine Re-Union gab es dann 1989 aber die hielt „nur“ zehn Jahre und dann kamen die Burschen aus Melbourne erst 2014 wieder zusammen.

Was ich gelernt habe in den dreizehn Jahren meines rezensierenden Tuns ist dass das Leben nun einmal passiert und es einfach keine Pausentaste gibt für Dinge wie Kinder oder Karriere. Kommen wir endlich zur Musik der australischen Arsch-Treter. Bengal Tigers zocken klassischen, zeitlosen Heavy Metal, der seine Hard Rock Wurzeln zu keinem Zeitpunkt verbergen kann oder will. Gordon Heald hat eine typische Rockröhre, die er mit Gefühl und Leidenschaft einsetzt. Die Riffs und Melodien von Barney Fakhouri sind ein Liebesgedicht an die New Wave Of British Heavy Metal und die Rhythmus Crew hält die Bude zusammen. Hier und da klingt die Mucke etwas aus der Zeit gefallen, aber das ist auch der Grund, warum mir gefällt, was ich hier höre, denn auch ich stehe mit einem Bein für immer in den Achtzigern.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter


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