PHANTOM SPELL - HEATHER & HEARTH

| Label: | CRUZ DEL SUR / WIZARD TOWER |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 39:41 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Ich liebe melodischen Old-School Metal und auch altbackenen Progressive Rock. Phantom Spell, das Side-Project von Seven Sisters Tausendsassa Kyle McNeill (Vocals/Gitarre bei den Schwestern) ist alles was die New Wave Of British Heavy Metal und die vorangegangenen psychedelischen Zeiten ausmacht: Melodien und Kompositionen ohne Grenzen und vollkommen Scham befreit. Bei Phantom Spell ist es vollkommen irrelevant, wie kitschig oder kauzig der einzelne Moment oder der einzelne Soundeffekt auch wirken mag, denn im Gesamtwerk ist jede Sekunde unverzichtbar um eben genau diese wundervollen und auch wundersamen Songs zu erschaffen. Und über all dem thront McNeills unverwechselbare Stimme, die mit ihrer Klarheit und Tonlage immer wieder an Größen wie Thin Lizzy´s Phil Lynott und manchmal sogar an Angel Witch´s Kevin Heybourne errinnert.
Die Keyboard Kaskaden von Ramon Romero geben den Kompositionen hier und da eine ähnliche Epik und Tragweite wie die großen Momente von Deep Purple und auch hier muss der Vergleich nicht gescheut werden denn durch seine bisherigen Werke macht MIster McNeill immer wieder klar das die Sorge um die Thronfolge im Rock und Metal vollkommen unbegründet ist. Ob es der Opener „The Autumn Citadel“, die Nummer Vier „A Distant Shore“ oder der Albumtitel gebende Track „Heather & Hearth“ sind, hier wird immer und immer wieder die Schrulligkeit der Siebziger-Jahre mit dem Ohrwurmfaktor des englischen Old-School Heavy Metal vermischt und das auf solch meisterliche Art und Weise das ich mich fragen muss ob Kyle McNeill und seine Mannen von der Muse geküsste Genies sind oder die Konkurrenz einfach zu wenig Spinat und sonstiges Powerfood zu sich nimmt.
So oder so: ich bin maximal beglückt und freue mich heute mal wieder darüber das ich die Möglichkeit habe zu tun was ich hier tue. Track um Track machen Phantom Spell hier unmissverständlich klar das Progressive Rock, egal wie sehr er nach den Siebzigern klingt, zeitlos bleibt und handgemachte Musik mit zwingenden Melodien immer noch unbeirrbar den Weg in unsere Herzen zu finden vermag, seien Sie aus Stahl oder nicht.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter











































