FAUN - MIDGÅRD

| Label: | ELECTROLA |
| Jahr: | 2016 |
| Running Time: | 50:20 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Es ist noch nicht allzu viel Zeit vergangen, da Faun ihre CD „Luna“ herausbrachten. Nun erscheint dieses Jahr der Nachfolger „Midgard“, welches bereits das dritte beim Majorlabel Universal Music ist. Nach „Luna“, welches mir recht gut gefallen hatte, war ich natürlich auf diese neue Veröffentlichung sehr gespannt. Die Pagan Folker haben sich recht wenig verändert, die Stilistik der beiden vorangegangenen Alben wurde weitgehend beibehalten: Mehrstimmiger Gesang, der Klang der Folkinstrumente und ab und zu ein Sample im Hintergrund. Und doch klingen sie anders: wie der Titel des Albums vermuten lässt, dreht sich Midgard um die nordische Mythologie. Und das spürt man. Die Faune haben sich alle Mühe gegeben, den rauen Norden in ihren Melodien einzufangen. Dennoch plätschert das Album irgendwie ein wenig vor sich hin, mehrmaliges Anhören ist definitiv empfohlen. Allerdings gibt es auch einige echte Highlights. „Gold & Seide“ kommt sehr melodisch und schön geformt daher, sodass es einen ein wenig aus der Monotonie reißt. Dieser Titel ist wirklich gelungen. Ebenfalls sehr schön sind die Titel „Brandan“ und besonders der Titel „Odin“, bei welchem man mit der norwegischen Band Wardruna kooperierte. Diese Band ist vor allem durch ihre Musik in der Fernsehserie „Vikings“ bekannt. Auch hier kann man gerne einen Stern mehr verteilen. Dennoch komme ich von dem Eindruck nicht los, dass das Album wenig neues zu bieten hat und die Faune aufpassen müssen, dass sie hier keinen Einheitsbrei kochen. Dennoch ist Midgard ein gelungener neuer Longplayer, den Faun-Fans sich unbedingt zu Gemüte führen sollten.
Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Clemens Steinberg











































