RAGDOLL - BACK TO ZERO


Label:BAD REPUTATION
Jahr:2016
Running Time:49:49
Kategorie: Neuerscheinung
 

Wenn der Duisburger Michael Bormann bei Jaded Heart geblieben wäre, hätte deren Ausrichtung heuer so wie Ragdoll aus Australien klingen können. Die stellen nun nach nach EPs und einer Compilation eine moderne Version des Hard-Rock mit ihrem Debütwerk „Back To Zero“ vor. Was sich im Sound der Band geändert hat, kann ich nicht beurteilen, denn mir fehlen die alten Songs. Macht aber nichts, denn was die Formation hier mit dreizehn Songs (inklusive zwei Bonustracks) abliefert, wird der Melodic Rock Gemeinde das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Vom Intro geht die Band in den Opener „Shine“, der bereits durch die Bank überzeugen kann. Das wäre ein Radiobeitrag zu besseren Zeiten gewesen. Und endlich mal wieder Vocals, die nicht alles niederschreien und unbedingt den höchsten Ton aller Zeiten treffen müssen. Leider, und genau das ist der Wiederspruch, könnten manche Songs genau diesen Pitch in der Stimme gebrauchen. Ach, man kann es keinem Recht machen. Mit dem Nachfolger „Playing God“ wird man sogar etwas poppiger in der Refrain-Ausrichtung. Die Gitarren jedoch sprechen stets eine andere Sprache. Tiefer gestimmt und prächtig riffig, ackern sie sich durch das coole Material. Und so kommen die AOR-Zeiten der 80er-Jahre, mit den derberen Anleihen der 90er-Grunge Welle perfekt zusammen. Wobei die Melodien in der Stimme und den Kompositionen überwiegen. Sehr schön!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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