OZZY OSBOURNE - BLIZZARD OF OZZ


Label:JET RECORDS
Jahr:1980
Running Time:39:33
Kategorie: Classics
 
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Nach dem mehr oder weniger unfreiwilligen Ausstieg bei Black Sabbath, man sagte man habe sich aufgrund von Drogenproblemen getrennt, wagte Ozzy Osbourne, oder Luzifers Liebling, wie ihn damals Teile der Presse tauften, den Neuanfang auf dem Solopfad. Von vielen im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, erschien nach einem Demo und einer Vorabsingle unter dem Titel „Crazy Train“ im September 1980 der erste Longplayer „Blizzard Of Ozz“, und war über alle Zweifel erhaben. Sind doch mit „Crazy Train“, „Suicide Solution“ oder etwa „Mr Crowley“ einige der späteren Ozzy- Gassenhauer schlechthin auf dem Album vertreten. Aber auch die ruhigeren Nummern OZZY OSBOURNE randy roadswie zum Beispiel „Goodbye To Romance“ können überzeugen und wirken, dank Herrn Osbournes angenehm kranker Stimme, auf ihre völlig eigene Art und Weise. Die Geschichte zu „Blizzard Of Ozz“ ist sicher auch der Beginn einer Freundschaft und die Geburt des Doppelgestirn Ozzy und Randy Rhoads, die leider nur von kurzer Dauer war, da Randy, der zuvor schon bei Quiet Riot gespielt hat, im Jahre 1982 bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben kam. Rückwirkend bot das 1980er Album viel Sprengstoff für Rockgegner und wirbelte reichlich heiße Luft auf, sei es der Song „Mr Crowley“ über den britischen Okkultisten Aleister Crowly oder der Text zu „Suicide Solution“, in dem es eigentlich über die Folgen des Alkoholmissbrauches geht, letzten Endes jedoch fragwürdige Interpretationen und Auslegungen dafür sorgten, dass in dem Text die Ursachen für den Suizid eines Jugendlichen vermutetet wurde. Ein Klassiker im wahrsten Sinne des Wortes, erschaffen von einem Menschen, der sicher mit zu den Avantgardisten des Heavy Metal gehört, auch wenn er eine der „spezielleren“ Persönlichkeiten der Szene darstellt. Nachkäufer sollten darauf achten, dass sie die Urversion zu „Blizzard Of Ozz“ bekommen, da aufgrund eines späteren Tantiemenstreites die Originalspuren des Basses von Bob Daisley und die der Drums von Lee Kerslake ausgetauscht wurden.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Fabian Bläckout


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