WOEBEGONE OBSCURED - MARROW OF DREAMS


Label:I VOIDHANGER
Jahr:2014
Running Time:79:14
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Die dänischen Funeral Doom beziehungsweise Death Metaller Woebegone Obscured legen mit „Marrow Of Dreams“ ein sehr schwerfälliges und atmosphärisches Machwerk vor, und sorgen mit den fünf überlangen Strecken zudem dafür, dass kein Speichervolumen auf dem Datenträger ungenutzt bleibt. Der dreizehn Minuten Opener „Water Of Mounts Woe“ zeigt sofort, neben den oben genannten Qualitäten, eine eindringliche Hoffnungslosigkeit auf. Die Naturverbundenheit der Komposition wird auch in dem Folgenden „Vacuum Ocean“ deutlich, wobei nicht nur durch die „Gesangsleistung“, sondern auch die Instrumentalisierung die Ausweglosigkeit praktisch spürbar vertont wurde. Das sphärische „Crystal Void“ versetzt den Zuhörer in den unendlichen Raum und versprüht dagegen etwas stärker den metallischen Charakter, wobei aber auch hier selbst der letzte Hoffnungsschimmer im Keim erstickt wird, ehe in „In Suffering Darkness Dwell“ ein paar symphonische Töne diese ansonsten durchgehend dominierende, unheimlich kalte Atmosphäre auflockern. Das abwechslungsreiche „Into The Mindcloud“ erreicht dann fast die zwanzig Minuten Grenze und beendet dieses unheimlich bedrückende Opus und sollte auf jeden Fall von zart besaiteten und suizidgefährdeten Musikliebhabern gemieden werden. Alle anderen Fans des Genres sollten hingegen zugreifen, da die Umsetzung dieser abgrundtiefen Klangkompositionen mehr als stark und authentisch umgesetzt wurde.

 

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Markus Peters


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