W.A.S.P. - BABYLON


Label:DEMOLITION
Jahr:2009
Running Time:43:29
Kategorie: Neuerscheinung
 

Eines sei vorab gesagt, ein wirklich schlechtes Album von W.A.S.P. gab es noch nie und wird es wohl auch niemals geben, denn dafür sind die Kompositionen von Blackie Lawless einfach viel zu gut. Klar hat er in seiner über fünfundzwanzig Jahre andauernden Karriere neben absoluten Klassikern auch das eine oder andere halbgare Album veröffentlicht. Der neue Output „Babylon“, der sich mit den biblischen Visionen über die vier apokalyptischen Reiter beschäftigt, liegt irgendwo dazwischen. Es sind zwar alle Elemente die einen W.A.S.P.-Song ausmachen vorhanden, doch auch nach mehreren Hördurchgängen wollen nicht alle Songs zu 100% zünden. Es gibt typisch rockige Elemente wie z.B. bei „Crazy“, dass von seiner Melodie ein wenig an den Klassiker „Wild Child“ erinnert, es gibt mit „Babylon’s Burning“ einen Track der von seiner Machart und der Drumarbeit her auch problemlos auf „The Crimson Idol“ hätte Platz finden können. Bei „Into The Fire“ bringt der gute Blackie seine charismatische balladeske Seite mit ins Spiel. Alles nicht schlecht, aber wie schon gesagt, der Funke will einfach nicht so richtig überspringen. Am Gesang von Mr. Lawless liegt es sicherlich nicht, denn der verursacht auch nach all den Jahren immer noch eine Gänsehaut. Vielleicht liegt es ja an den Refrains der Songs, denn in der Vergangenheit gab es schon wesentlich bessere, obwohl sie auch dieses Mal zum Mitsingen einladen. Zu erwähnen sei auch noch, dass zwei der neun Titel Coverversionen sind. „Burn“ der Klassiker von Deep Purple und „Promised Land“, welches im Original von Chuck Berry stammt und sogar auch mal von Elvis Presley interpretiert wurde, sind hier ins Gewand von W.A.S.P. gekleidet worden. Somit gibt es leider nur sieben eigentlich neue Songs. Alles in Allem ist „Babylon“ ein gutes Album, das für W.A.S.P. Fans sicherlich ein Pflichtkauf ist, Neueinsteiger hingegen sollten durchaus auch die alten Sachen von W.A.S.P. in Betracht ziehen.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Holger Fey


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