BENEDICTUM - OBEY


Label:FRONTIERS
Jahr:2013
Running Time:50:54
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Das vierte Album von Benedictum aus San Diego steht in den Startlöchern. Eine Doublebassnummer „Fractured“ breitet sich nach dem Intro aus, und schnell zeichnet sich ab, dass bei Benedictum nun erdiger gerockt wird, als dass die Songs von Sphären getragen werden. Einst als Dio-Tribute Band gestartet, hatte man anfangs noch einige seiner Stücke im Repertoire. Klar hat Veronica Freeman noch immer etwas Dio in der Stimme, stellt mit ihr aber heuer wesentlich mehr an, und zeigt sich facettenreich. „Scream“ stellt zum Beispiel röhrend ihre rotzige Ader vor, und „Thornz“ die kratzigen hellen Schreie. Erst das majestätische „Crossing Over“ bewegt sich in gewohnten Gefilden, da es langsam und sphärischer kommt, wie bislang noch kein anderer Track auf der Platte. Die Ballade darf bei Benedictum nicht fehlen. Sie nennt sich „Cry“, wo man auch Mr. Tony Martin ans Mikro bittet, der sich nach einem Soloauftritt auch für ein Duett mit Veronica Freeman nicht zu schade ist. An der Schießbude konnte man sich inzwischen Rikard Stjernquist angeln, der zuvor bei Jag Panzer im Line-Up zu finden war. Keine schlechte Wahl, eigentlich sogar die Richtige für treibende Punches und angeproggte Verwirbelungen. Das Vorgängeralbum der Kalifornier titelte „Dominion“ und hat zwei Jahre auf dem Buckel. Jetzt ist es Zeit für das von Jeff Pilson (war Basser bei Dokken und Dio, jetzt bei Foreigner) produzierte „Obey“, der auch schon für das Debüt „Uncreation“ an den Reglern saß, und die Band weiter bringen sollte. Das völlig geerdete „Retrograde“ sorgt zum Schluss sieben Minuten lang für ein weiteres Ausrufezeichen, und schürt Böcke, das Teil noch einmal von vorn hören zu wollen.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer


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