CRANE - REFUGE


Label:THUNDERBLAST
Jahr:2011
Running Time:43:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Das Cover der Crane-CD ist ein richtiger Eyecatcher. Obwohl über die Musik an sich sagt es nichts aus. Es handelt sich um eine deutsche Melodic-Rock/Hard-Rock Band mit gestandenen Musikern. Doch die Erwartung die das Cover-Artwork vorbereitet, kann der musikalische Inhalt nicht halten. Das beginnt schon mit ex-Railway Fronter Armin Schueler, der zwar recht angenehm singt aber ständig einen schweren Akzent mit sich schleppt. Die Songs an sich brillieren öfters mit den Gitarren-Soli von Markus Escher aber an sich sind die Tracks kaum weltbewegend. Man würde sich gerne im Fahrtwasser von Größen wie Dokken, Europe und Winger bewegen aber dafür fehlt die komplette Bandbreite an wirklich zündendem Material. Die Produktion ist relativ schwach obwohl der Mix von Szene-Gott Beau Hill geschaffen wurde. Dann gibt es noch so Null-Nummern wie Paradise. Da schwingt eher ein Deep Purple Touch mit, natürlich ohne deren Klasse, identitätslos und mit unpassendem Gesang. Überhaupt liegt in Herrn Schueler das wirkliche Problem. Rock-Vocals ohne Biss. Das beste Beispiel ist dazu wohl „Soul II Soul“. Ein Song so aufregend wie die quadratische Kunst von Josef Albers. Der Refrain von „Capital Fascism“ ist so holprig wie die A42 vor den Reparaturarbeiten. Und wer ruhige Songs mag, wird bei der Pseudo-Ballade „Love“ Bauchschmerzen kriegen. Im Prinzip gefiel mir nur ein Beitrag: „Goodbye“, obschon das „Kashmir“-Riff nicht mehr ganz so neu ist.

Note: 5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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