NERGARD - MEMORIAL FOR A WISH


Label:BATTLEGOD
Jahr:2013
Running Time:64:50
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Es gibt Progressive-Bands, und dann gibt es Gruppen, die dich auf eine musikalisch-magische Reise nehmen. Die Band hat alle wichtigen und vielversprechenden Aspekte seiner Heroes, eingebunden in einem sehr eigenwilligen Sound. Genau das was wir ewig nach Neuem hungrigen Prog-Fans suchen. Einmalig-Sänger…hat das facettenreichste Organ seit Jahren, sollte der nächste Satz lauten, bis ich entschied, einen Blick auf das Infoblatt zu werfen. Nur um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es sich hier um ein Projekt handelt. Kopf ist Andreas Nergard von Rudhira. Bis dato gibt es nur eine erfolgreiche EP, die aber mal fett an mir vorbeigehuscht ist. „Memorial For A Wish“ ist ein Konzept-Album und beginnt in Irland im Jahr 1890. Eine dramatische Geschichte um einen Menschen, der fälschlicherweise einer Straftat beschuldigt wird. Weder anhand der CD noch des Infoblattes lässt sich klären, wer, wo und wann singt. Da viele unserer Leser auf das altgewohnte Namedropping stehen und die Nacht noch jung ist, lege ich mal los. An den Vocals mit dabei: Äge Sten Nilsen (Wig Wam), Ralf Scheepers (Primal Fear), Göran Edman (ex-Yngwie Malmsteen), Mike Vescera (es-Yngwie Malmsteen), Nils K. Rue (Pagan`s Mind), Michele Luppi (Secret Sphere), Andi Kravljaca (Silent Call), David Reece (Bangalore Choir), Tony Mills (TNT), Ole Martin Moe Thornaes (Rudhira) und Sunniva Unsgard. Sowie die Gitarren-Solisten Stig Nergard (Tellus Requiem) und Helge Engelke (Fair Warning). Die restlichen Instrumente wie Keyboards, Drums und Bass übernimmt der Chef selbst. Sehr beeindruckend sind die atmosphärisch geladenen Intros mit den Female-Vocals von Sunniva, wie auf dem fast zehn Minuten langen Opener „Twenty Years In Hell“. Dafür hätte Herr Nergard sich die „Spoken Phrases“ schenken können. Und während man zwischen Queensryche, Saga, Marillion und Angra agiert, kann jeder aufmerksame Hörer seine eigenen Wünsche zwischen Frickelattacken („Hell On Earth“) und melodramatischen Balladen („An Everlasting Dreamscape“), stillen. Die perfekte Mischung…eigentlich wie ein musikalisches Buch. Hut ab! Von Anfang bis Ende spannend, ohne Pathos und Effekthascherei zu überstrapazieren.

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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