EDENBRIDGE - SHANGRI-LA


Label:AFM
Jahr:2022
Running Time:67:55
Kategorie: Neuerscheinung
 

Als Edenbridge vor über zwanzig Jahren mit „Sunrise In Eden“ ihren Einstand gaben, war ich schwer begeistert von dem gebotenen Symphonic Metal. Leider hat meine Begeisterung im Laufe der Jahre ein wenig nachgelassen, weil die Musik ein wenig verflachte und vor allem in den letzten Jahren der Biss und das gewisse Etwas fehlten. Doch mit „Shangri-La“ hat die Truppe um Mastermind Lanvall und Sängerin Sabine Edelsbacher mich wieder gefangen. Vielleicht liegt es an der durch die Pandemie gewonnene Zeit, dass die Österreicher auf ihrer Reise in den sagenumwobenen Ort in Tibet zu alter Klasse zurückgefunden hat. Auf diesem Opus erwartet den Hörer eine bunte und abwechslungsreiche Mischung aus knackigen und harten Rocksongs, getragenen und ruhigeren Stücken sowie ausuferndem Bombast, der auch mal die Sechzehn-Minuten-Marke durchbricht, ohne langweilig zu werden.

Auch wenn hierbei nichts innovativ Neues zu vermelden ist, so ist der Weg doch wieder der Richtige und führt zurück in obere Gefilde im Symphonic Metal. Die in diesem Sektor zahlreich vorhandene Konkurrenz muss sich jedenfalls mächtig anstrengen, um mithalten zu können. Den männlichen Gastgesang steuert übrigens Erik Martensson (Eclipse, W.E.T.) bei, der im Duett perfekt dazu passt. Daher gibt es diesmal auch eine höhere Punktzahl als zuletzt.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Thorsten Roggenbuck


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