BLOOD STORM - CURSEDNESS OF THE CINDER WITCH


Label:BARBARIAN WRATH
Jahr:2022
Running Time:37:49
Kategorie: Neuerscheinung
 

2019 wurden die Pforten des Labels Barbarian Wrath vorerst geschlossen, als Label-Inhaber Hartmut nach langjähriger Krankheit verstarb. Seine Frau Cheryl von Witches Brew hat sich jedoch dazu entschlossen, das Erbe weiter zu tragen und hin und wieder neue Veröffentlichungen der alten Bands des Labels zu veröffentlichen. Den Anfang machen Blood Storm aus den USA, die es seit 1994 gibt. Gitarrist und Sänger Chris Mezzadurus ist als einziger noch aus der Urbesetzung am Start, hat mit seiner Horde aber noch nie enttäuscht. So ist es auch dieses Mal. „Cursedness Of The Cinder Witch“ ist das insgesamt sechste Album der Band und klingt wütend as fuck! Das Tempo ist hoch und die Musik wild. Cool ist, dass ich mich ständig an andere Bands erinnert fühle, ohne dass alles stumpf und abgekupfert klingt. Schließlich sind Blood Storm ja auch schon lange dabei.

So denke ich zum Beispiel bei „Mundane Havoc“ und bei dem doomigen „Futile Obsession“ (Hallo „Proceation (Of The Wicked)“!) an Celtic Frost, bei dem punkig runtergerotzten „The Separation“ an Carnivore und bei „Saffron Harlot Of The Nightside“ mit seinen spitzen Schreien an Absu. Die Musik ist wildes Chaos, aber dennoch sehr gut und tight gespielt. Alle Songs klingen differenziert und ähneln sich nicht sonderlich. Trotzdem kommt alles wie aus einem Guss. Blood Storm sind mit ihrer Mischung aus Absu, alten Bathory, Hellhammer / Celtic Frost, Aura Noir, Zemial, Deströyer 666 und ähnlich gepolten Bands der perfekte Bastard für Underground Maniacs. „Cursedness Of The Cinder Witch“ ist nach langer Zeit endlich mal wieder ein neues Album einer alten Band, das mich so richtig vom Hocker reißt!

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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