SKELETOON - THE 1.21 GIGAWATTS CLUB


Label:SCARLET
Jahr:2021
Running Time:48:47
Kategorie: Neuerscheinung
 

Skeletoon begannen unter dem Namen Jack O´Lantern als Helloween-Coverband und veröffentlichen jetzt bereits zum fünften Mal eigenes Material. Eigenes Material? Na ja. Es handelt sich zwar um eigene Songs, aber die Ursprünge sind immer noch so klar erkennbar, dass man schon von einem Klon sprechen kann. Die Italiener bedienen sich dabei eher der frühen Phase der Hamburger und liefern fast ausschließlich High Speed Power Metal der Marke „Dr. Stein“ oder „Future World“ ab. Dabei profitieren sie von einem Sänger, der dem Organ von Michael Kiske täuschend ähnelt. Wer seinen Vorbildern derart offensichtlich nacheifert, muss sich natürlich auch mit dem Original messen lassen, wobei die Kürbisköpfe als klarer Sieger hervorgehen. Die Melodien sind knackig und griffig und auch sehr kompetent dargeboten, aber beim Komponieren nachhaltig in Erinnerung bleibender Refrains hinken die Südländer deutlich hinterher. In diesem Bereich können nur „We Don´t Need Roads (The Great Scott Madness)“ und die Power-Ballade „Enchant Me“ mithalten.

Das restliche Material würde im Helloween-Kosmos lediglich als B-Ware durchgehen, dort allerdings im oberen Bereich. Das abschließende Chuck Berrry-Cover „Johnny B. Goode“ offenbart noch einmal das allgemeine Dilemma: Gut gemacht, aber anderswo (in diesem Fall bei Judas Priest) bereits schon besser gehört! Somit dürften nur Hardcore-Fans und Alles-Sammler größeren Gefallen finden. Der Rest greift lieber zum Original, zumal die Hanseaten vor kurzem bereits eine deutlich bessere Scheibe veröffentlicht haben.

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Thorsten Roggenbuck


zurück zur Übersicht