SHORES OF NULL - BEYOND THE SHORES (ON DEATH AND DYING)


Label:SPIKEROT
Jahr:2020
Running Time:38:25
Kategorie: Neuerscheinung
 

Die Melodic Black- / Doom Metal-Band Shores Of Null aus Rom ist 2013 als Nebenprojekt viel beschäftigter Musiker von Bands entstanden, die mir alle durch die Bank kein Begriff sind. Somit kann ich ihr drittes Album auch ohne Vorurteile angehen. Das neue Werk ist ein Konzept-Album geworden, das nur einen Song enthält, der aber in drei Teile aufgeteilt ist. Textlich geht es um das Modell der fünf Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross, einer schweizerisch-amerikanischen Psychiaterin, die von 1926 bis 2004 lebte. „Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Mensch in Frieden und Ruhe sterben durfte“, sagte sie einst. Klingt bedrückend. Ist es auch, und zwar sowohl das Thema als auch die Musik der Italiener, die sich auf diesem Album noch härter, schleppender und dramatischer abgeben als sonst. Zudem haben sie dieses Mal auch einige Gastsänger mit dabei: Mikko Kotamöki von Swallow The Sun, Thomas Akim Grønbæk Jensen von der dänischen Band Saturnus und Elisabetta Marchetti von Inno, die alle einen Teil zur passenden Dramaturgie und beklemmenden Melancholie beitragen. Neben den üblichen Instrumenten hat man dieses Mal auch mit Violinen und Klavier gearbeitet. An den Reglern saß Marco „Cinghio“ Mastrobuono, der auch schon Alben von Hour Of Penance und Fleshgod Apocalypse produziert hat und hier für einen druckvollen, glasklaren Sound sorgt. Wer auf träges Zeug wie Katatonia, Opeth, Novembre oder Ghost Brigade steht, der wird diese träge Angelegenheit sicherlich genießen, welche perfekt zur derzeitigen herbstlichen Jahreszeit passt.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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