WARSENAL - FEAST YOUR EYES


Label:SVART
Jahr:2019
Running Time:36:31
Kategorie: Neuerscheinung
 

Wenn man das Bandlogo sieht, dann ist eigentlich schon alles klar, oder? Old School Thrash Metal, würde ich sagen. Bei den ersten Tönen des Openers „Forever Lost“ bin ich aber zunächst irritiert. Das akustische Intro klingt folkig, währt aber nur kurz. Natürlich spielen Warsenal aus Montreal, Kanada, Thrash Metal; teilweise auch recht chaotisch, so wie es ihre Landsleute von Voivod in ihren Anfangstagen taten. „Feast Your Eyes“ ist das zweite Album dieser 2012 gegründeten Combo, und Warsenal sprühen nur so vor Spielfreude. Etwas unbeholfen, aber dafür sehr enthusiastisch, mit hohem Tempo, Destruction-mäßigen Leads, ein paar verzwickten Breaks und fiesem, heiser phrasiertem Gesang, erinnert mich ihre Mucke auch an Razor, die ebenfalls aus Kanada kommen. Auch Nasty Savage scheinen zu ihren Vorbildern zu gehören. Aber ich finde, man hört bei Warsenal, dass es sich hier um eine Nachwuchs-Band handelt, ebenso wie es bei Vulture oder Seax der Fall ist. Man hört sofort, dass sie von den Bands der alten Tage inspiriert sind, den alten Spirit haben sie aber nicht; soll heißen, dass „Feast Your Eyes“ eben nicht wie ein unveröffentlichtes Album aus den Achtzigern klingt. Das ist aber ein Problem, dass heutzutage leider sehr viele Retro Thrash-Bands haben. Originell sind sie nicht, müssen sie auch nicht sein, aber sie klingen irgendwie „billiger“ als die Urväter, von denen sie hörbar beeinflusst sind. Keine Ahnung. Was auch anders ist als früher, ist der etwas klinische Schlagzeug-Sound. Ansonsten geht die Produktion aber völlig in Ordnung. Mittlerweile gibt es viel zu viele solcher Bands. Retro Thrasher, die nie genug bekommen können, werden hier aber sicherlich ihren Spaß haben.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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