BATON BLEU - WEIRD AND WONDERFUL TALES


Label:DIXIEFROG
Jahr:2018
Running Time:37:56
Kategorie: Neuerscheinung
Non Metal
 

Ich bin jetzt seit dreiunddreißig Jahren Reviewschreiber und muss nicht mehr jede Musik verstehen oder akzeptieren. „Weird And Wonderful“ ist leider nur „weird“…übersetzt „seltsam“. Von mir aus auch schräg, trist, langweilig, zermürbend und depressiv. Klar gibt es lichte Momente und einen melancholisch bittersüßen Touch aber wenn ich einen echt dämlichen Song wie „Mark Twain“ höre, frage ich mich ernsthaft, wen die beiden Protagonisten Maurie Laurent und Gautier Degandt, mit ihrem unkonventionellen Neo-Folk, ansprechen wollen. Da nützt es auch nicht, dass man auf den insgesamt elf Beiträgen, mit seltenen Instrumenten hantiert. Na und? Das ist heuer gar nicht mehr so selten. Wird immer nur dann erwähnt, wenn die Musik selten was taugt, haha. Genauso wie Bands in ihren Infoblättern auflisten, mit wem man alles die Bühne geteilt hat. Als wenn das etwas an der Qualität der Musik ändert. Dieses Duo stammt aus Frankreich und hofft jetzt mit der Kalimba oder einer mongolischen Laute Eindruck zu schinden. Nö!!! Auch den angeblich herrlichen Harmoniegesang kann ich nicht entdecken. Eher illustre Gesangspassagen, völlig gegen den Strom. Eingepflegt werden Sprechpassagen und leicht im Bluegrass und Blues gebettete Stimm-Facetten die manches Mal auch ohne Instrumente auskommen. Wobei wenn es ein Instrument sein soll, dann hat man sich des öfteren auf das Banjo eingeschossen. Gesang und Instrumente werden geteilt, was mir aber gerade bei der Johnny Cash Cover-Version „Ring Of Fire“, nochmal extra schwer im Magen liegt. Die lyrischen Ergüsse sind allerdings von einem völlig anderen Kaliber. Da wird es recht poetisch, wenn auch im Noir-Stil. Gefällt mir auf jeden Fall besser, als das was uns musikalisch anbieten will.

Note: 4 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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