WANDERING VAGRANT - GET LOST


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2018
Running Time:44:37
Kategorie: Eigenproduktion
 
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„Get Lost“ haben wir in Kanada als Slangausdruck benutzt, wenn jemand „abzischen“ sollte. Ich denke aber, dass diese Progressive-Rocker, etwas anderes mit dem Albumtitel ausdrücken wollen. Na ja, musikalisch hat sich diese anspruchsvolle Mucke, zumindest in meinen Gehirnwindungen durchgesetzt. Klar man stößt kompositorisch auf alte Bekannte. Vor allem Porcupine Tree, Opeth und die Mitstreiter aus dem Kreise von Neal Morse, haben es dieser Formation, mal so richtig angetan. Der Grundtenor bleibt etwas dunkler und die Vocals eher im Mittelmaß. Eine richtige Überfliegerstimme fehlt mancherorts. Dafür sind instrumentale Epen, wie das wuchtige Stück „The Hourglass“, umso beeindruckender. Filigran auf jeden Fall die Gitarrenarbeit von Christian Bastianoni. Schön das die Keyboards selten neoklassischer Natur sind und manches Mal die Deep-Purple Schweine-Orgel um die Ecke lünkert. Man legt damit den Grundstein für einige eigene Versionen des Genre. Für mich persönlich gehört das aktuelle Werk der Band zum „verständlichen“ Teil der Musikrichtung. Die Songs sind nachvollziehbar und können auch für den regulären Rockfan interessant sein. Man überstrapaziert nicht die Notenskala. Jedoch sollte man nicht von einer „easy-listening“ Chose ausgehen. Dafür ist das Material zu komplex. Sehr gut gemacht.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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