DEAD MAN´S BOOGIE - DEVIL NATION


Label:HOUSEMASTER
Jahr:2018
Running Time:49:40
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Dead Man´s Boogie stammen aus Karlsruhe und legen mit "Devil Nation", ihre zweite Langrille nach "Let´s Dance Tonight" und zwei vorangegangenen EP´s vor. Nach etwas Grusel- und Jahrmarktfeeling im Intro, eröffnet der Titeltrack, „Waltz OF The Boogieman“, mit ziemlich proggigen Gitarren und die Stimme hat zunächst etwas Orientalisches an sich. Dann wird es deutlich derber mit einer alternativen oder grungelastiger Haltung. Es ist komplex, ja verwirrend, drückt aber gut nach vorne. Mit ordentlichen Stampfern und einem hammerharten Groove, brettert "New Messiah" weiter, wandert dann stilistisch wieder quer und wechselt dabei zwischen den Genre Heavy Rock und Alternative Metal und versprüht zudem eine thrashkonforme Boshaftigkeit. Mit melodischen Progressive Rock, ziemlich verfrickelten Sechssaitern auf "The Flood" und auch das dunkle und raue "Warmachine", mit stonerartigen Klampfen arbeitet sich nur langsam in die Gehörgänge hinein. Da wirkt das balladeske, mit viel Gefühl vorgetragene und ganz lange "Not A Hero", wie eine entspannende Verschnaufpause. Komplexe Arrangements, ein bissiger Drive und kräftige Mucke, die die grauen Zellen ordentlich fordern. Für diesen Trend stehen die vier Baden-Württemberger und das belegen sie eindringlich mit "The Devil´s Rejects". Nach dem schwermütigen Grunge auf "Jekyll & Hyde", wird auf "Follow The Sun", mit derberen US-Metal losgeballert, ohne sich dabei, wir kennen das schon, klar stilistisch festzulegen. Denn, was haben die sleazigen Ansätze in dem Oldschool-Geballere zu suchen? Das instrumentale "Left The Ruins", lässt uns dann, zumindest den Klängen nach, im Regen stehen. Und genauso fühle ich mich gerade auch, nämlich unfähig das soeben konsumierte Werk / Opus sach- und fachgerecht zu bewerten. Hier sind vier exzellente Musiker am Werk, die es allerdings hinbekommen, ein ganzes Album, mit in sich völlig differenten Tracks zu füllen, die jegliche Deckungsgleichheit, geschweige denn Eingängigkeit, mit Ausnahme des genialen "Not A Hero", vermissen lassen.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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