RHODIUM - SCREAM INTO THE VOID


Label:859299 RECORDS DK
Jahr:2018
Running Time:44:48
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Mit "Sream Into The Void", liegt das knapp dreiviertelstündige Debütalbum, voll gepackt mit zehn Tracks der Griechen von Rhodium vor. Nach einem gitarrenlastigen Intro, das mächtig an die britischen Judas Priest erinnert, bricht der Titeltrack mächtig aus den Boxen. Eine tolle, knallige Voice, gepaart mit starken, riffigen Klampfen und mitgrölbaren Refrains, ist genau das, worauf die versammelte Metalgemeinde gewartet hat. New Way Of British Heavy Metal, Heavy Metal, True Metal, wie immer man es auch nennt, der Fünfer liefert genau das und bei "Unjust Slaughter", gibt es neben dem Tritt in den Allerwertesten, schön galoppierenden Gitarren dazu. Schnörkellos, geradlinig und mit ordentlich Druck auf dem Kessel, wird "The Fall" hinterher gelegt und wieder denkt man bei dem kreischen Organ an Rob Halford, während die Sechssaiter an erste Iron Maiden - Werke, alte Queensryche oder auch Iced Earth erinnern. Gefühlvoll, mit stromlosen Gitarren, geht es in "Tower Of Despair" hinein und eine knappe Minute später ist man tief in den glorreichen 80er-Jahren gefangen. Nach dem balladesk angehauchten "Flaming Sorrow", mit richtig guter Stimme, startet "Lucid Dream", mit einem mächtigen Michael Schenker - Gedächtnisriff ("Desert Song") und beim größer, fast hymnisch angelegten "A Memory Of Light", könnte ein Wolf Hoffmann (Accept) an der Klampfe gestanden haben. Ruhiger startet dann "Enter Nowhere". Aber keine Bange, rasende Licks und derbe Rhythmussequenzen folgen auf dem Fuße. Mit dem wuchtigen "Lovespell", endet eine tolle, durchweg metallische Odyssee. Ohne Kompromisse ledern Rhodium vom ganzen Herzen ab und erzeugen so wehminütige Gedanken an eine tolle, musikalische Epoche, die genau mit solchen Bands, nie in Vergessenheit geraten wird.

 

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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