EMILIE ZOÉ - THE VERY START


Label:HUMMUS
Jahr:2018
Running Time:40:53
Kategorie: Neuerscheinung
Non Metal
 
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Wenn man sich diese Scheibe zu Gemüte führt…zumindest so wie ich, ohne Vorkenntnisse der Protagonistin und ohne Vorbehalt, könnte man meinen, das die Sängerin in schierer Verzweiflung lebt. Zudem ist sie lyrisch betrachtet, eine Poetin der Hoffnungslosigkeit. „The Very Start“, ist schon allemal ein düsteres Gesamtwerk und beheimatet alle Formen der Melancholie. Die Musik zu beschreiben ist gar nicht so einfach, da sie oft in ihrer Tristesse glänzt. Ich werde mal den Versuch mit Alternative Musik wagen, ohne das Wort Rock zu benutzen. Klanglandschaften, die ohne Gesang auch als Filmmusik in einem Noir-Streifen funktionieren könnte, fällt es mir noch ad hoc ein. Im Grundsatz dieser traurigen Songs, ertönt eine wehklagende Stimme, die mit ihrer bittersüßen Schönheit, eine frappierende Gedankenwelt entfesselt. Das gibt dem im vorliegenden farbigen Vinyl (allerdings im sterilen weiß), eine besondere Note. Zusammen mit ihrem Drummer Nicola Pittet, durchleidet sie insgesamt zehn Beiträge, bei denen sie weder Komposition, Recordings oder auch nur einen Jota, aus den Fingern gegeben hat. Damit hat die Schweizerin den ästhetischen Soundtrack für die Winterzeit geschaffen. Irgendwo in ihrer Heimat muss ein Stück Finnland existieren, haha.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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