CAULDRON - NEW GODS


Label:DISSONANCE
Jahr:2018
Running Time:40:59
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Der fünfte Longplayer des kanadischen Trios in zwölf Jahren. So etwas weckt Erwartungen und gut eingespielt sind die Jungs aus Toronto auch. Der Opener "Prisoners Of The Past", rockt gleich unbekümmert los und die Gitarre erhält in dem Solopart viel Luft zum Atmen. Das Stück würde auch einer Band wie Blizzen, momentan sehr gut zu Gesicht stehen. "Letting Go", hat eine melodiöse Schwere, welche stark an Paradise Lost erinnert. "No Longer" benötigt zwar ein paar Durchläufe mehr, bringt dann aber leider auch nichts. Bei dem darauf folgenden "Save The Truth -Syracuse", gibt es in der Mitte einen Double Base Part und dazu ein Synthesizer Rush Gedächtnis Outro, welches als Übergang für "Never Be Found" dient. Nach diesem Schmachtfetzen kommt "Drown", wie eine Erlösung daher. Endlich mal ein Riff. Es wird zwar zeitweise versucht das Lied glatt zu bügeln, dies gelingt aber nicht wirklich. Bis jetzt mit den ersten beiden Songs einer der Höhepunkte. "Together As None" schunkelt sich danach durch die viereinhalb Minuten. Das vorletzte Lied "Isolation", ist ein gediegenes Instrumental mit Raum für mannigfaltige Assoziationen. Zum Abschluss folgt "Last Request", welches rund im Abgang mundet. Tja, am Ende bekommen Cauldron doch noch die Kurve. Das Album wurde musikalisch adäquat umgesetzt. Die Ecken und Kanten wurden dafür so sehr abgeschliffen, wie die Kurven einer keltischen Fruchtbarkeitsgöttin, beziehungsweise der Kuppel eines muslimischen Gebetshauses. Je nachdem für welchen Umfang der Rundungen man gerade empfänglich ist. Der Silberling hat zwar schöne Melodiebögen, dafür aber auch jede Menge Weichspüler. Der perfekte Soundtrack zum Einkaufen. Quasi an einem verregneten Samstag, mit dem Auto, welches leider nur wie dieses Album, auf drei Töpfen läuft, durch eine proppenvolle Stadt, inklusive der besseren Hälfte auf der Beifahrerseite. Naja, sowas muss es ja auch geben. Wer den Härtegrad von Volbeat gepaart mit poppigen Paradise Lost mag, sowie die ein oder andere Prise Soft- als auch Hardrock der achtziger Jahre, in dieser Kombination ohne Magenschutz verträgt, wird an diesem Album seine wahre Freude haben. Ach so, beinahe hätte ich es vergessen. Wenn Ihr im CD Laden unter der Rubrik Metal ein Cover entdeckt, welches aussieht wie eine weitere Folge von „Findet Nemo - Teil 5- Über den Wolken“, dann habt Ihr dieses Album gefunden.  

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Jörg Quaquil


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