NASHVILLE PUSSY - PLEASED TO EAT YOU


Label:EAR MUSIC
Jahr:2018
Running Time:45:12
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ja, der Titel alleine, lässt einen schon feucht im Schritt werden, und nichts anderes führen die texanischen Redneck Rabauken wohl auch im Schilde. Vorbei die Experimente des letzten Albums „Up The Dosage“, hier gibt es wieder voll auf die Fresse. Schmutziger, pumpender Rock ’n’ Roll, in teilweise bester AC/DC Manier, wie bei „One Bad Mother“ oder auch ein kräftiger Schuss „Gabba Gabba Hey Hey“, im Song „Tired Of Pretending That I Give a Shit“. Natürlich sind die Ramones gemeint, wer sonst ihr Unwürdigen? Dazu eine schleppende, Whiskey geschwängerte Bluesnummer „Cckmp“. Und wer sonst kann den Redneck Assi besser verkörpern, als Blaine Cartwright? Der Mann ist sozusagen alternativlos. Textlich lässt man einen dicken Furz auf politische Korrektheiten, und gibt stattdessen seinen Senf ungefiltert zu so wichtigen Themen wie Fleischverzicht, Liebe (um nicht das F-Wort zu benutzen) und Krieg. Also äußerst lecker dieses Gebräu aus bluesigem Punk und Southern Schweinerock. Oder kurz gesagt sleazige Motörhead. Das schreit nach Kannen voll Bier und Whiskey. Ein Album, das meine vollste Zuneigung hat. Da geht wirklich nur noch der Lautstärkeregler auf Rechtsanschlag und ein fettes Grinsen stellt sich ein. Und wer immer noch meint, die Band verkaufe sich nur wegen des Sexappeals von Ruyter Suys, der hat die Pussys noch nie live gesehen. Das Mädel ist gerade mal ein laufender Meter, eben nur ein Derwisch, mit zumeist offenherzigem Dekolleté auf der Bühne. Dafür halten sie beständig ihren Lifestyle Sex, Drugs and Rock ’N‘ Roll am Leben. Ich kann nicht anders, das ist mir die volle Punktzahl wert!

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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