METAL ALLEGIANCE - VOLUME II: POWER DRUNK MAJESTY


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2018
Running Time:54:48
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Unter Metal Allegiance vereint sich eine stahlharte Supergroup aus Alex Skolnick, dem ehemaligen Schüler von Joe Satriani und Gitarristen von Testament, dem Bassisten Mark Menghi, Mike Portnoy am Schlagzeug (unter anderem Adrenaline Mob, Avenged Sevenfold, Dream Theater, Flying Colors, Transaltlantic, The Winery Dogs, Neal Morse) und dem weiteren Basser David Ellefson (Megadeth, Soolfly, Angels Of Baylon). Zu diesem Gitarren- und Rhythmus-Quartett gesellen sich dann exquisite Sänger beziehungsweise Shouter und eine Sängerin, präzise gesagt eine klassisch ausgebildete Sopranistin.

Bei dem Opener "The Accuser" mit Shouter Trevor Strnad (The Black Dahlia Murder), sind es rasend schnelle Gitarren und der leichte Slayer-Touch, die den Song zu einem trashigen Highlight machen. Mit "Bound By Silence", folgt ein druckvoller Stampfer mit gutem Drumming von Mike und rauen Shouts von John Bush (Armored Saint, Anthrax). Der schreiende Bobby Blitz (Overkill), verpasst "Mother Of Sin", erst die richtig knackige Note. Bei Accept stieg er 2010 mit "Blood Of Nations", wie der Phoenix aus der Asche und entsprechend Riff- und Drum-lastig ist "Terminal Illusion", welches gleichfalls von den letzten Werken der ehemaligen Solinger Stahlschmiede stammen könnte. Viel mehr im harten Rock, mit ordentlichen Stampfern, als bei Amon Amarth, ist "King With A Paper Crown" mit Johan Hegg angelegt. Max Cavalera (ex-Sepultura, Soulfly) leiht dem leicht mystischen "Voodoo Of The Godsend", mit ausgefeiltem Drumming und sehr technisierten Gitarren seine Stimme. Troy Sanders von Mastodon, geht bei "Liars & Thieves" ans Mikro, welches mit ziemlichen simplen Licks und abgenutzten Rhythmen, den bisherigen Tiefpunkt des Werkes markiert. Das ist simpelster Heavy Metal der 80er-Jahre, mit einer Prise Oldschool-Thrash. Mark Osegueda von den Ur-Thrashern von Death Angel darf mit "Impulse Control" und "Power Drunk Majesty (Part I)", gleich zweimal ran und der kann es, zumindest beim ersten Track. "Impulse Control", ist wie eine Reinkarnation der goldenen Zeiten der San Francisco Bay Area. Die zweite Performance, obwohl hier das Songwriting einfach nicht auf den Trasher zugeschnitten ist, ist eher verzichtbar. Das gilt in abgemindertem Maße auch für "Power Drunk Majesty (Part II)" mit Floor Jansen (ex-After Forever, Nightwish), die sich hier in normalem, cleanem Gesang (?), versucht. Ein paar richtig gute Sachen sind auf dem Silberling dabei aber gleichsam gibt es Mittelmaß und verzichtbare Konstruktionen.

Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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